King of Rock 'n' Roll: Elvis Presleys TCB-Band spielt in Bad Godesberg

King of Rock 'n' Roll : Elvis Presleys TCB-Band spielt in Bad Godesberg

Die Originalband von Elvis Presley kommt mit Sänger Dennis Jale in die Stadthalle Bad Godesberg. Die Besucher erwarten ein Fan-Markt und ein Unplugged-Konzert.

Der Mythos lebt! 42 Jahre ist Elvis Presley inzwischen tot, sofern man nicht den abstrusen Verschwörungstheorien über Alienentführungen glaubt. 42 Jahre – so alt ist der King des Rock 'n' Roll geworden, der die Musikgeschichte geprägt hat wie kaum ein anderer Solokünstler. Kein Wunder also, dass die Begeisterung für ihn ungebrochen ist.

Unzählige Männer geben sich als Elvis aus, noch mehr interpretieren ihn, doch nur einer hat seine Originalband im Rücken: Dennis Jale. Der Österreicher tourt seit 2002 mit der TCB-Band, die Elvis von 1969 bis 1977 begleitet hat und deren Musiker längst allesamt lebende Legenden sind. Diesen Freitag und Samstag tritt die Formation zweimal in der Stadthalle Bad Godesberg auf, einmal mit einer regulären und einmal mit einer Unplugged-Show, also als Akustikabend.

Als Kind hätte Dennis Jale alias Rainer-Dietfried Kaspar jedoch noch nicht einmal im Traum daran gedacht, Elvis nachzueifern. Wie auch: Erst als der Superstar starb, nahm er ihn überhaupt wahr. „Ich erinnere mich noch, wie meine Mutter in der Küche stand und weinte, als ob ein geliebtes Familienmitglied gestorben wäre“, erzählt Jale. „Ich war verwirrt, weil ich diesen Elvis nicht kannte. Aber weil er meinen Eltern offensichtlich viel bedeutet hat, habe ich mich mit seiner Musik beschäftigt.“ Er merkte, dass es hier um einen der ganz großen Musiker ging, wahrscheinlich den größten des 20. Jahrhunderts.

Tom Jones war Elvis Presley-Fan

„Er war unfassbar begabt“, so Jale. „Egal, welches Genre er bediente, es war phänomenal. Rock 'n' Roll, Soul, Gospel, Country – er konnte alles singen. Dafür wurde er auch von jedem bewundert. Selbst ein Künstler wie Tom Jones, der meiner Meinung nach zu den besten Sängern der Welt zählt, war und ist Fan von Elvis Presley.“

Eines Tages erfuhr Jale, der zu diesem Zeitpunkt als Musicaldarsteller in Wien tätig war, dass die TCB-Band einen Frontmann suchte, bewarb sich – und gewann. „Dabei hätte ich mich auch damals nicht als echten Elvis-Fan bezeichnet“, sagt er. Gitarrist James Burton, der als einer der Besten seines Fachs gilt und schon mit Frank Sinatra, Roy Orbison, Johnny Cash und Elvis Costello gearbeitet hat, war das egal. Er glaubte an Jale und sorgte dafür, dass dieser anlässlich des 33. Todestags von Presley in Memphis auftreten durfte. „Es war eine unglaubliche Erfahrung“, gesteht dieser. Seitdem versucht er jeden Tag, dieser Ehre gerecht zu werden. „Ich würde allerdings nie auf den Gedanken kommen, mich als Nachfolger von Elvis zu bezeichnen, nur weil ich jetzt mit den von ihm handverlesenen Musikern arbeiten darf. Ich finde es ehrlich gesagt respektlos, wenn man meint, den King verkörpern zu können.“

Stattdessen interpretiert er die Songs nach bestem Wissen und Gewissen und nach den Vorgaben des Meisters. „Wir spielen die Show, so wie sie damals war, mit ein paar kleinen Änderungen, aber grundsätzlich authentisch“, erklärt Dale. „Die Unplugged-Version ist dann vergleichbar mit der Probensituation, zu der Elvis ja auch immer wieder gerne eingeladen hat.“

Die Band im Hintergrund, die sich das Elvis-Motto „Taking Care Of Business“ auf die Fahnen geschrieben und als Namen auserwählt hat, ist dabei außergewöhnlich besetzt. Drummer Ronnie Tutt und Pianist Glen D. Hardin sind Meister ihres Fachs, und James Burton hat ohnehin Generationen von Musikern beeinflusst. „Es ist atemberaubend, mit diesen Musikern auf der Bühne stehen zu können“, sagt Jale. „Die sind alle um die 80, spielen aber wie 18-Jährige. Vor allem Burton ist noch genauso virtuos wie damals, ein Mozart an der Gitarre.“ Wer also eine Elvis-Erfahrung der besonderen Art machen möchte, hat diesen Freitag und Samstag die Gelegenheit dazu.