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Museum Koenig Bonn: Eine Treppe durch die Würgfeige

Museum Koenig Bonn : Eine Treppe durch die Würgfeige

Die Alexander-Koenig-Gesellschaft überreichte Urkunden an Paten der Regenbogenausstellung. Und dann gab es noch eine Neuigkeit zu verkünden: Das Museum soll umgebaut werden, so dass die Besucher in Zukunft durch einen hohlen Baum ins Obergeschoss müssen.

Die „Wand der Patenschaften“ im Museum Koenig wurde auch in diesem Jahr um einige Fotos und Namen reicher. Sechzehn neue Patinnen und Paten kamen in den Savannenbereich der Dauerausstellung, um ihre Urkunden in Empfang zu nehmen. Bernhard Misof, stellvertretender Direktor des Museums, bedankte sich bei den Gästen dafür, dass sie sich „auf wunderbare Weise für das Haus einsetzen“. Durch die erhaltenen Spenden könne ein erheblicher Teil der neuen Regenwaldausstellung realisiert werden.

Herzstück dieser neuen Ausstellung, die im Erdgeschoss bereits im April eröffnet wurde, soll eine riesige Würgfeige werden, sagte Wolfgang Böhme, Vizepräsident der Alexander-Koenig-Gesellschaft. Die Würgfeige sei eine Pflanze, die sich als kleiner Setzling am Stamm eines großen Baumes niederlasse und dann ein Geäst aus Wurzeln um diesen Stamm bilde, bis der Baum ersticke.

Das Museum braucht eine Million Euro

Der Stamm werde dann nach und nach zersetzt, bis nur noch ein hohles Gebilde aus Ästen und Wurzeln stehen bliebe, erklärte Böhme. In diesem Hohlraum soll eine Wendeltreppe installiert werden, sodass die Besucher innerhalb der Würgfeige vom Erdgeschoss bis in die zweite Etage des Museums steigen können, wo sich die Baumkrone befinden wird. Für die Umsetzung dieser Pläne benötigt das Museum rund eine Million Euro.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der die Schirmherrschaft für das Patenschaftsprojekt von seinem Vorgänger Jürgen Nimptsch übernommen hat, sagte, die Darstellung des Regenwaldes sei wichtig, weil dieser in besonderem Maße schützenswert sei und noch für die nächsten Generationen erhalten bleiben solle. Aus diesem Grund freute er sich besonders über die beiden jüngsten Paten in diesem Jahr: David (10) und seine Schwester Ketty (7) hatten sich als Patentier den bunten Vielfarbenbartvogel ausgesucht.

Die Alexander-Koenig-Gesellschaft ehrte zu diesem Anlass außerdem den im September verstorbenen ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft, Uwe Schäkel. Seine Frau nahm die Patenschaftsurkunde für den Greifvogel „Sekretär“ entgegen.

Eine Liste der noch verfügbaren Patentiere gibt es auf www.zfmk.de. (rde)