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Bonner Chronik: Eine Stimme für Bonn

Bonner Chronik : Eine Stimme für Bonn

Am 11. Mai 1991 um 10 Uhr hörten die Menschen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis neue Töne aus dem Radio. Denn zu diesem Zeitpunkt ging Radio Bonn/Rhein-Sieg auf Sendung – mit lokalen Nachrichten und Neuigkeiten aus aller Welt und mit viel Musik.

Chefredakteur Wolfgang Zimmer und seine Redaktion wollten nach dem Start vorrangig über lokale Themen berichten: ob Sport, Kommunalpolitik oder Veranstaltungen in der Region.

Am Vorabend des Starts besichtigten die Verantwortlichen das Studio im Beueler Brückenforum: die Mitglieder der Veranstaltergemeinschaft (VG), die für das Programm verantwortlich ist; die Vertreter der Betriebsgesellschaft (BG), die das Lokalradio produziert; schließlich Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft.

VG-Vorsitzender Helmut Fettweiß sagte in einer Feierstunde, der Sender werde mit seinem lokalen Programm Hörer an sich binden und für die Werbewirtschaft attraktiv werden. BG-Geschäftsführer Werner Hundhausen sagte, Verlage und Kommunen hätten ein gemeinsames Interesse an der Förderung des lokalen Hörfunks und sicherte der Redaktion die Unterstützung des Gremiums zu – trotz aller wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Dass Redaktion und Studio in Beuel – also in der geografischen Mitte des Sendegebietes – untergebracht sind, sei ein besonderes Zeichen.

Oberbürgermeister Hans Daniels meinte in Anspielung auf Berlin, nun habe auch Bonn seine(n) SFB: die „Stimme für Bonn“. Landrat Franz Möller wünschte sich, dass Radio Bonn/Rhein-Sieg der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz viele Hörer streitig machen werde. Und: „Ich werde einer von 800 000 möglichen Hörern sein.“

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