Eine Klasse für sich: Max Herre auf dem Kunst!Rasen

Eine Klasse für sich: Max Herre auf dem Kunst!Rasen

Das Publikum auf dem Kunst!Rasen ließ sich von der penetranten Nässe nicht beeindrucken. Es tanzte sie kurzerhand weg. Max Herre und Musiker-Kollegen sorgten ja auch für ein Konzert, das sich gewaschen hatte

Feiner Soul, entspannter Reggae und prägnanter Hip-Hop mit eleganter Streicher- und Bläser-Unterstützung entfalteten einen musikalischen und lyrischen Genuss, der genau so auf die gut 4000 Zuhörer niederging wie der Regen. Und der für alles entschädigte.

Vielleicht war es der herrliche Orchestersound, vielleicht auch die abwechslungsreiche Stilistik, die das Konzert des 42-Jährigen so energetisch wirken ließ. Oder einfach seine Lässigkeit und sein Charme, der seine Kollegen zu Höchstleistungen anspornte.

Natürlich waren die Rapper Afrob und Megaloh, die längst zum Freundeskreis 2.0 gezählt werden können, wie schon im vergangenen Jahr mit von der Partie; ebenso wie Herres Frau Joy Denalane, die mit ihrer sanften, souligen Stimme immer wieder einen herrlichen Kontrast zu den Hip-Hop-Wortgewittern bildete und die zusammen mit ihrem Gatten bei "Mit Dir" eine zärtlich-intime Liebeserklärung in die Öffentlichkeit trug.

In Bonn hatte auch der Kölner Künstler Maxim einen Gastauftritt, locker, fluffig, entspannt, cool. Doch für die schönsten Höhepunkte sorgte Sänger Fetsum: Dieser unvergleichliche, warme Gesang, mit dem er souverän Stücke wie "Vida" oder „So wundervoll“ versah, war eine Klasse für sich.

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