Telekom: Ein Song gegen Cybermobbing

Telekom : Ein Song gegen Cybermobbing

Kinder aus ganz Deutschland beschäftigen sich bei der Telekom mit digitalen Themen. Die Initiative Teachtoday möchte auf Probleme im Internet aufmerksam machen.

Nicht alles, was im Internet steht, stimmt auch. Geht es nicht mehr um Fake News, die Personen des öffentlichen Lebens betreffen, ist der Weg zum Cybermobbing nicht weit. Gerade Kinder und Jugendliche nutzen via Smartphone intensiv das Internet – die Folgen können gravierend sein.

Genau auf solche Problematiken möchte Teachtoday hinweisen, eine Initiative der Deutschen Telekom. Zum fünften Mal veranstaltete die Initiative einen Wettbewerb für Kinder und Jugendliche zum Thema Cybersicherheit, dieses Jahr unter dem Motto „Digital voll dabei?“

Filme, Ideen für Apps, eigene Lieder oder Flyer – die Bandbreite der Einsendungen war groß. „Wir haben Teilnehmer aus ganz Deutschland, von Schleswig-Holstein bis Bayern“, sagt Telekom-Sprecherin Katja Werz. „Aus Bonn sind in diesem Jahr keine Finalisten dabei.“

Die sechs Finalteams, die extra nach Bonn angereist sind, haben im Vorfeld online die meisten Stimmen bekommen und präsentierten nacheinander ihre Projekte. Mit einem eigenen Film möchten Schüler aus Schleswig-Holstein Grundschüler über die Gefahren von Cybermobbing aufklären. Schüler aus Hirschaid gingen der Frage nach, was eigentlich mit Daten passiert, die in der Cloud gelandet sind.

So unterschiedlich die Projekte sind, so spannend ist die Preisverleihung. Den Sieger bestimmen die Jurymitglieder Professor Dorothee Meister von der Uni Paderborn, Friedrich Wrede, Vorstand Seniorpartner in School – Bundesverband e.V., Sylvia Binner vom Bonner General-Anzeiger, die Youtuberin Kleinaber Hannah sowie Boris Tadic von der Telekom und das Publikum. Neben den Finalisten nimmt am sogenannten „Kids Summit“ eine sechste Klasse des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums teil, die vormittags bereits Workshops zum Thema Verantwortung im Netz besucht hat.

Von der Abstimmung des Kinderpublikums war auch Claudia Nemak, Vorstand Technologie und Innovation der Telekom, beeindruckt: „Wenn ich demnächst eine Abstimmung habe, hole ich auch die Jungs vom Kika und den Clap-O-Meter.“ Mit dem Clap-O-Meter, einem Lärmmessgerät, misst Kika-Moderator Tim Schreder die Jubellautstärke der Kinder. Am größten ist das Geschrei schließlich aber bei den Schülern der Georg-Friedrich-Händel-Oberschule aus Berlin-Friedrichshein. Ihr Projekt „Händel the media“ hat sowohl die meisten Jury-Punkte, als auch den lautesten Applaus erhalten. Den Siegersong „Erst denken, dann posten“ kennen bisher nicht einmal ihre Mitschüler: „Wir haben alles unter Verschluss gehalten“, sagt Lehrerin Birte Kampmann. „Zwei Schüler haben getextet, dann haben wir das Lied aufgenommen und ein Video dazu gemacht. Die Klasse freut sich jetzt sehr, dass sie als ersten Preis ein Youtube-Video mit Hannah aufnehmen wird.“

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