Neuer Schulleiter des Tannenbusch-Gymnasiums: Eike Schulz und zieht eine erste Bilanz

Neuer Schulleiter des Tannenbusch-Gymnasiums : Eike Schulz und zieht eine erste Bilanz

Eike Schulz leitet seit Schuljahresbeginn das Tannenbusch-Gymnasium und zieht eine erste Bilanz.

Eigentlich habe er fast zu gute Verhältnisse vorgefunden, sagt Schulleiter Eike Schulz am Ende des Gesprächs und macht eine ausholende Geste, die nicht nur sein Büro einschließt, sondern das ganze Tannenbusch-Gymnasium (Tabu). Gut, das marode Gebäude soll jetzt, wie der Stadtrat gerade erst am Donnerstag erneut bekräftigt hat, abgerissen und neu gebaut werden.

Gewinner beim Wettbewerb "Schule und Wirtschaft"

Und auch das soziale Umfeld im Viertel könnte natürlich besser sein, findet Schulz. Aber das "Tabu" habe sich mit seinen drei Profilklassen optimal darauf eingestellt, meint Schulz, der seit Schuljahresbeginn das Gymnasium leitet. Nicht zuletzt ist Schulz stolz auf den neuesten Preis seiner Schüler beim Wettbewerb "Schule und Wirtschaft". Dabei lernten die Jugendlichen aus unterschiedlichen Milieus mit- und voneinander. [Gewinner]

"Und ich habe das Gefühl, das Miteinander wird hier auch tatsächlich gelebt", erklärt der 43-Jährige. Die Wahl für das Gymnasium fiel Schulz deshalb leicht, nachdem seine Vorgängerin Martina Galilea vor einem Jahr in die Bezirksregierung in Köln gewechselt war. Seit seinem Studium der Geografie und Sozialwissenschaften wohnt Schulz mit seiner Frau und den beiden Kindern in Alfter. Schulz war zuvor stellvertretender Schulleiter am Gymnasium Thusneldastraße in Köln-Deutz.

Gymnasium soll zur Ganztagsschule werden

Während immer weniger Pädagogen den Weg in die Schulleitung einschlagen mögen, hat Schulz viel Freude am Gestalten und Organisieren. "Der Besprechungstisch ist mein Arbeitsplatz", sagt er. Die Consultance-Ausbildung bei einer Unternehmensberatung während des Studiums komme ihm heute bei der Arbeit sehr zugute.

Die Profilbildung des "Tabu" mit seinen Leistungssport- und Musikklassen und der A-Klasse für die Kinder aus dem Stadtteil mit vielen Projekten und Bildungsangeboten gefällt Schulz schon ausgezeichnet. Mit den 70 Lehrkräften und den Eltern der rund 790 Schüler will er nun in diesem Schuljahr beschließen, ob das Gymnasium zur Ganztagsschule mit Pflichtunterricht an drei Nachmittagen werden soll. "Ich bringe dafür aus meinen früheren Schulen Erfahrungen mit. Aber es muss vor allem zu den Bedürfnissen der Schüler passen." Jedenfalls solle der "Bildungsleuchtturm" im Norden der Stadt nach Möglichkeit noch heller strahlen.

Als Jugendlicher spielte der gebürtige Warsteiner Fußball. Heute jagt er über den Tennisplatz, läuft und schwimmt. Nächste Woche will er einen Tag lang einen Leistungssportler seiner Schule begleiten. Das Frühtraining ab 6 Uhr sei dabei eine besondere Hürde. Und Musik macht der Rockmusikfan auch - mit seiner Gitarre. Nur in einer Band spielt er aus Zeitgründen aktuell nicht, "aber das kommt bestimmt wieder".

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