1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Feuer in Tannenbusch und Castell: Drei Brandstiftungen in neun Tagen

Feuer in Tannenbusch und Castell : Drei Brandstiftungen in neun Tagen

Nach dem mittlerweile dritten Tiefgaragenbrand im Bonner Norden seit dem Silvesterabend geht die Polizei in allen Fällen von Brandstiftung aus. Es gebe keinerlei Hinweise auf technische Defekte als mögliche Ursache, erklärte Polizeisprecher Robert Scholten gestern.

"Wir sind alarmiert, weil zumindest in zwei Fällen Mehrfamilienhäuser mit vielen Mietern betroffen waren", erklärte der Beamte. Das Kriminalkommissariat 11 ermittle mit Hochdruck und prüfe dabei auch, ob die Brände eventuell in einem Zusammenhang stehen.

Am Donnerstag hatten Anwohner wie berichtet gegen 17.50 Uhr starken Rauch aus einer Tiefgarage an der Kronstädter Straße in Tannenbusch gemeldet. In der rund 500 Quadratmeter großen Halle brannten drei Motorräder. Die alarmierte Feuerwehr bekam die Flammen schnell unter Kontrolle. Die benachbarten Wohnblöcke mussten nicht evakuiert werden; die Hausbewohner wurden lediglich aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben. Die Tiefgarage ist von drei verschiedenen Gebäuden aus zu erreichen. Die Zugänge waren offenbar nicht abgeschlossen.

Nur wenige hundert Meter entfernt hatte es am Silvesterabend ebenfalls gebrannt: In einer Tiefgarage am Memelweg standen gegen 18.30 Uhr drei Autos und ein Motorrad in Flammen. Auch hier konnte die Feuerwehr rechtzeitig Schlimmeres verhindern. Am vergangenen Samstag schließlich musste sie in einer Tiefgarage an der Eduard-Spoelgen-Straße in Castell löschen, die zu den benachbarten Uni-Instituten gehört. Gegen 19.15 Uhr war dort ein einzelnes Autos angezündet worden. Bei den Bränden ist niemand verletzt worden; die beiden Feuer in Tannenbusch haben nach Polizeiangaben jeweils einen Sachschaden von mehreren zehntausend Euro angerichtet.

Die Ermittler bitten Zeugen, die am Donnerstag zwischen 16 und 18 Uhr an der Kronstädter Straße in Tannenbusch oder zu einem der anderen Fälle verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter Tel. 0228/150 mit der Kripo in Verbindung zu setzen.