Rheinufer und Parks: Diese Regeln gelten beim Grillen in Bonn

Rheinufer und Parks : Diese Regeln gelten beim Grillen in Bonn

Wer in Bonn im Freien grillt, muss sich an ein paar Regeln halten. Wie diese aussehen und was etwa bei einer Grillparty am Rheinufer beachtet werden muss, lesen Sie hier.

Klappbar, tragbar, nur einmal verwendbar, als bunte Kugel oder in Form einer Kiste Bier: Mit jeder Sommersaison steigt das Angebot an praktischen Grills für unterwegs. Manche von ihnen sind dabei sogar billiger, als die Würstchen und das Fleisch, die später auf dem Rost liegen. In Bonn und der Region ist an vielen Stellen das Grillen möglich.

Zum Beispiel auf allen öffentlichen Grünflächen in Bonn, wobei aber nicht Plätze oder Straßen gemeint seien, teilt Stefanie Zießnitz vom Presseamt der Stadt mit. Auch am Rheinufer darf jeder gerne grillen, wenn man geeignete Geräte wie einen Holzkohlegrill verwendet und ausreichend Abstand zum Boden einhält – was besonders wichtig für die Einweggrills ist, die nicht auf Wiesen gestellt werden dürfen.

„Spiritus oder andere flüssige Grillanzünder sind verboten. Außerdem muss das Grillfeuer ständig beaufsichtigt werden. Zur Anlieferung darf die Fläche nicht befahren werden“, so die Stadt. Eine Ausnahme dürfte dabei wohl aber ein Bollerwagen sein, den sich mancher heute als Grillstation samt Biertheke selbst baut, um für die Sommerparty im Freien immer bestens ausgerüstet zu sein.

Was am Rhein erlaubt ist, gilt nicht für Agger und Sieg, wo auf Grillen, Campen, Lagerfeuer und laute Musik verzichtet werden muss. Das liegt am dortigen Landschaftsschutz, wie Daniela Blumenthaler von der Pressestelle des Rhein-Sieg-Kreises sagt. An bestimmten Stellen ist zumindest das Picknicken und Baden möglich, Bootfahren ohne Motor sowieso.

In der Bonner Rheinaue gibt es zwölf ausgewiesene Grillplätze samt Müllcontainer. Nicht gegrillt werden darf in den Zieranlagen wie dem Japanischen Garten, Rosengarten oder dem Blindengarten sowie auf der Hundewiese und in den Schutzhütten. Daneben gibt es weitere Anlagen der Waldfreunde in Duisdorf, am Sportplatz Oberer Lyngsberg, an der Schutzhütte Am Hardtweiher im Ennert sowie in Wachtberg, Königswinter, Alfter und Rheinbach.

Auf allen Spiel- und Bolzplätzen untersagt

Ausdrücklich untersagt ist das Grillen in Bonn auf allen Spiel- und Bolzplätzen, im Baumschulwäldchen, im Bürgerpark Oberkassel, im Park am Dottendorfer Ortsteilzentrum, an der Apfelallee auf dem Venusberg, Am Hölder in Röttgen, im Drachensteinpark in Mehlem, im Panoramapark in Rüngsdorf sowie in Bad Godesberg im Redoutenpark und im Stadtpark. Die Universität Bonn hat das Grillen auf ihren Flächen generell verboten: Gemeint sind Hofgarten, Poppelsdorfer Allee, Juridicum und die Wiese am Poppelsdorfer Schloss.

Wichtig ist auch, dass ein Abstand von 100 Metern zum Waldrand und von 25 Metern zur Wohnbebauung besteht. Steht der Grill unter einem Baum, müssen zwei Meter Abstand zur Baumkrone eingehalten werden.

Selbstverständlich muss jeder seinen Abfall, den er beim Feiern verursacht, wieder mitnehmen oder in Mülleimer in der Nähe werfen. Wer seine Sachen liegenlässt, überlässt anderen nachher die lästige Aufräumarbeit – im Zweifel Bonnorange. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einer Geldbuße bis zu 1000 Euro rechnen. Das gilt auch, wenn man das Feuer hinterher nicht ordentlich löscht.

Wer sich beim Grillgut ein paar Gedanken macht und vor allem frisches Fleisch kauft, wird schnell auf den guten Geschmack kommen. Warum nicht mal selbst marinieren? Da weiß man, wie das Steak aussieht, und es schmeckt auch besser.

Schnell geht's mit je einem Esslöffel Senf, Ketchup, Öl und Honig, dazu etwas gepressten Knoblauch, Kräutersalz und Pfeffer. Es reicht, das Fleisch darin eine Stunde lang einzulegen. Die Marinade vor dem Grillen abstreichen. Wer will, kann auch Gemüse in Öl, Essig, Kräuter und Gewürze einlegen. Außerdem passen auch gefüllte Paprika, Champignons, Kürbisspieße, marinierte Zucchini und Tomaten mit Mozzarellafüllung gut aufs Rost.

Wer Würstchen liebt, sollte ruhig mal zu nicht vorgebrühten greifen. Auch wenn die etwas länger brutzeln – es lohnt sich.

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