Geschäfte in Bonn: Diese neuen Läden gibt es in der Bonner Innenstadt

Geschäfte in Bonn : Diese neuen Läden gibt es in der Bonner Innenstadt

In der Bonner Innenstadt tut sich viel. Unter anderem fasst eine erfolgreiche Kette aus Köln nun Fuß in der Stadt. Allerdings müssen sich Bonner auch von Lokalen verabschieden.

In der Innenstadt tut sich wieder so einiges. Einige Läden schließen, andere haben neu eröffnet. Eine besonders auffällige Veränderung gibt es am Rande der City, hinter dem Hauptbahnhof. An der Quantiusstraße hat sich der Kölner Kultladen „Supasalad“ niedergelassen. Von diesen Läden, in denen man Salat satt erhält, aber auch belegte Brote und Getränke, gibt es in Köln bereits zehn Filialen.

Mit „Supasalad“ sind die in den vergangenen Jahren hochgezogenen Neubauten gleich hinterm Bahnhof komplett mit neuen Läden besetzt. Die Reihe beginnt mit dem Intercityhotel, daneben der Alnatura-Laden, dann, wenn man die hässliche Zeile mit dem alten DB-Parkhaus überspringt, kommt die neue Radstation der Caritas sowie die kleine, aber feine neue Gastromeile mit „Supasalad“ und dem japanischen Restaurant „Okinii“. Beide Restaurants haben zudem eine Außengastronomie, die bei dem zurzeit schönen Wetter auch gut angenommen wird.

Schnellrestaurant und Apotheke geschlossen

Nach vielen Jahrzehnten hat am Marktplatz die kleine Reinigung geschlossen. Wer dort einziehen wird, ist ebenso unklar wie die Frage, wer zwei Häuser weiter das Ladenlokal zum Leben erwecken wird, in dem McDonald's 24 Jahre lang Burger und Fritten verkauft hat. Die Filiale der Schnellrestaurantkette hat seit Anfang des Jahres geschlossen. Ein Stück weiter beginnt die Sternstraße, und dort prangt schon seit langem an der Löwen-Apotheke ein Schild „Wegen Umbauarbeiten geschlossen.“ Wirft man einen Blick in das Ladenlokal, entdeckt man in der Tat eine Baustelle – Arbeiter sieht man indes nicht.

Günter Udelhofen ist Bonner Immobilienmakler und viel in der Innenstadt unterwegs. Den Leerstand in der Sternstraße und anderswo betrachtet er mit Sorge. „Vielen Händlern ist inzwischen die Miete zu hoch“, erklärt er. Er wünsche sich wieder eine stärkere Partnerschaft zwischen Vermietern und Mietern, um die Urbanität in der Innenstadt auch in Zukunft zu erhalten. „Man muss seinen Partner leben lassen.“ Dem pflichtet Karina Kröber vom Verein City Marketing bei. „Irgendwann bleiben die Mieter weg, auch Filialisten, und die Innenstädte werden unattraktiv. Mietverträge sollten immer mit Weitsicht geschlossen werden“, sagte Kröber, die mit ihrer Schwester Tanja Kröber das Optik- und Akustik-Geschäft am Friedensplatz betreibt. Sie habe inzwischen mit einigen Vermietern in der City gesprochen und das Signal erhalten, dass man da durchaus gesprächsbereit sei.

Einige Leerstände in der Sternstraße

Ins Auge fallen zwei weitere Leerstände in der Sternstraße: Das Ladenlokal einer früheren Boutique steht seit geraumer Zeit leer. Geschlossen ist seit kurzem die auch erst vor zwei Jahren eröffnete Kaffeebar Frank's Coffee. Inhaber Frank Haße hat im April auf der Poppelsdorfer Gastromeile ein größeres Lokal eröffnet: Frank's – eine Mischung aus Café, Bistro und Bar. Vor wenigen Wochen neu eröffnet hat die Bäckerei Voigt in den einstigen Räumen des Möbelgeschäfts „Ligne Roset“ an der Oxfordstraße. Das Besondere: Im Obergeschoss bietet die Bäckerei ein Frühstücksbuffet. Auf der anderen Straßenseite ist im ehemaligen Netto ein großer Asiamarkt eingezogen, und im Maximiliancenter vor dem Hauptbahnhof laufen im Untergeschoss die letzten Arbeiten, bevor am Dienstag die neue, bereits in Betrieb genommene Passage offiziell eröffnet wird.

Vor der Schließung steht das Antiquitätengeschäft „Zeitlos“ in der Friedrichstraße. Gerd Noisten hat dort nahezu 25 Jahre lang antike Möbel und Accessoires verkauft. „Die Gründe für die Geschäftsaufgabe sind vielfältig“, teilt er dem GA mit. „Natürlich die üblichen, Kosten wie Miete und Steuerlast. Zahlen wir alle 'gerne', wenn der Umsatz beziehungsweise der verbleibende Gewinn akzeptabel sind. Leider verbleibt kaum Gewinn, Rücklagen können nicht gebildet werden. Die Menschen finden unser Angebot schön, kaufen aber nichts beziehungsweise wenig.“

Anders als angekündigt hat die Filiale der Outlet-Kette „Saks Off 5th“ an der Remigiusstraße nach wie vor geöffnet. Dort sollten eigentlich schon zum 30. Juni die Schotten dicht gemacht werden, um Platz für Karstadt Sport zu machen.

Karstadt Sport soll auf drei Etagen eröffnen

Doch diese Planung habe sich leicht nach hinten verschoben, erklärte Harry Benzrath, Geschäftsführer der mit Karstadt fusionierten Galeria Kaufhof, zu der die Ladenräume des Outlet-Ladens gehören. Die Planungen sehen laut Benzrath vor, dass Karstadt Sport nicht nur im Unter- und Erdgeschoss, sondern auch im Obergeschoss angesiedelt wird, wo sich derzeit noch die Kinderkleidung und Spielwarenabteilung von Galeria Kaufhof befindet. „Wir gehen mit unserer Kinderwelt dann ins vierte Geschoss.“ Nur ganz kurz ist derzeit im Kaufhof die Lebensmittelabteilung im Basement geschlossen. Sie wird am Montag wieder eröffnet, dann unter der Regie von Karstadt Feinkost.

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