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Psychiatrie und Neurologie: Diese Behandlungen bietet die LVR-Klinik in Bonn

Psychiatrie und Neurologie : Diese Behandlungen bietet die LVR-Klinik in Bonn

Im vergangenen Jahr wurden in der LVR-Klinik in Bonn 12.376 Fälle stationär oder teilstationär behandelt. Zehn Prozent der Patienten sind Kinder und Jugendliche.

Die LVR-Klinik am Kaiser-Karl-Ring hat ein Alleinstellungsmerkmal, das über das Bonner Stadtgebiet hinausgeht: Sie ist zuständig für die psychiatrische, psychotherapeutische, psychosomatische und neurologische Versorgung von Erwachsenen aus Bonn, Wesseling und dem Rhein-Sieg-Kreis zuständig. Gleiches gilt für die Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher. Das Kinderneurologische Zentrum behandelt überregional Patienten. Zu den Angeboten gehört eine Reihe von Tageskliniken in Wesseling, Meckenheim, Eitorf und Euskirchen.

Allein am Kaiser-Karl-Ring stehen 817 Betten zur Verfügung, dazu zählen 139 teilstationäre Plätze. lm vergangenen Jahr wurden 12.376 Fälle stationär oder teilstationär behandelt. 54 Prozent der Patienten sind Männer, zehn Prozent Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Hinzu kamen 2017 16.706 ambulante Patienten. Insgesamt sind knapp 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Kaiser-Karl-Ring tätig. Der Umsatz der Klinik lag bei 105 Millionen Euro.

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) betreibt insgesamt neun psychiatrische Kliniken und eine orthopädische Klinik mit insgesamt 6000 stationären und tagesklinischen Behandlungs- und Betreuungsplätzen. Etwa 60.000 Patientinnen und Patienten lassen sich dort jährlich behandeln. Die Behandlungsangebote der LVR-Kliniken richten sich an psychisch kranke Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Behandelt werden etwa Psychosen, Ängste, Depressionen, Suchterkrankungen oder Demenzerkrankungen. Psychiatrische Krankenhausbehandlung findet in den Häusern nach Angaben des LVR nicht nur stationär statt; jeder siebte Behandlungsplatz befinde sich in einer Tagesklinik. Der weitere Ausbau von Tageskliniken ist geplant, weil sie den Vorteil bieten, dass Patienten abends und am Wochenende nach Hause zurückkehren und am Alltag wieder teilnehmen können.

Im Landschaftsverband Rheinland sind die kreisfreien Städte und Kreise zusammengeschlossen. Der Verband ist neben der Unterhaltung von Psychiatrien auch für die Behinderten- und Jugendhilfe mit Dutzenden Förderschulen zuständig und für Kulturangelegenheiten wie den Denkmalschutz und den Betrieb von Museen wie dem Landesmuseum. Der LVR erfüllt diese Aufgaben für die Kommunen in Selbstverwaltung, beschäftigt derzeit rund 19.000 Angestellte und ist im Rheinland für 9,6 Millionen Menschen im Einsatz.

Mit Hauptsitz in Köln ist der Verband seit 1953 für das Rheinland zuständig, genauer gesagt für den nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz. Finanziert wird der Verband von den Kommunen über die Landschaftsumlage. Bonn musste 2018 rund 92,8 Millionen Euro abführen, der Rhein-Sieg-Kreis 132,8 Millionen.