Von Badminton bis Kinder-Uni: Die Spuren von Hans Riegel in Bonn

Von Badminton bis Kinder-Uni : Die Spuren von Hans Riegel in Bonn

Badminton ist vielleicht das Erste, was einem neben dem weltberühmten in Kessenich geborenen Goldbären zu Hans Riegel in Bonn einfällt. Aber auch Kultur und Wissenschaft, Karneval und Jagd sind Stichworte bei der lokalen Spurensuche.

Badminton auf dem Betriebsgelände

Federball hieß noch nicht Badminton, da kehrte Riegel mit Bruder Paul von einer Geschäftsreise aus Dänemark zurück. Und war mächtig beeindruckt von diesem Spiel. Er gründete den ersten deutschen Badminton Verein, den Deutschen Badminton-Verband, dessen Vorsitzender er neun Jahre lang war, und baute am Firmensitz die erste reine Badmintonhalle in Deutschland. "Meine Aufnahmeprüfung bei Haribo", erinnert sich der ehemalige Lehrling Axel Schönfelder, "war, in der Halle ein Einzel gegen Hans Riegel zu spielen. Die Prokuristen baten mich zu 'verlieren', weil Riegel dann gute Laune hätte."

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Schwimmen bei den SSF

Seine zweite große sportliche Leidenschaft. Auch hier vermied er die große Bühne. Beim Haribo Schwimmfest etwa, jahrelang das größte Jugend-Treffen der Welt und finanziell nicht eben mit einem Tütchen Gummibären zu stemmen, tauchte er auf - im Hintergrund. Bis ihn jemand erkannte. Dann war auch Hintergrund schon zu viel.

Der Jäger

Drei Jagdreviere nannte Hans Riegel sein eigen. Das größte in der Steiermark mit 4800 Hektar, in Wachtberg 520 Hektar, bei Boppard rund 380 Hektar. Mit 16 Jahren ging er er zum ersten Mal auf Pirsch, auch sein Vater war passionierter Jäger.

Kinderuni

[kein Linktext vorhanden]Seit 2006 fördert die Hans-Riegel-Siftung Schüler, die sich in den Naturwissenschaften mit besonderen Leistungen hervortun. Die Preisträger werden zu Workshops etwa ins Forschungszentrum Caesar eingeladen. Dazu sponsert die Stiftung Seminare der jährlichen Bonner Kinder-Uni. "Ich möchte den Kindern, die mich groß gemacht haben, etwas zurückgeben", sagte Riegel.

Ikarus vor der Oper

8,5 Tonnen ist sie schwer und wirkt doch so filigran, als könnten die fünf Meter hohen Flügel im nächsten Moment abheben - die Ikarus-Skulptur vor der Oper hatte Riegel im April 1994 gestiftet. Erschaffen hat sie der Künstler Simon Benetton. Der damalige Oberbürgermeister Hans Daniels war begeistert: "Wenn Sie irgendwo hinkommen, kommen Sie nie mit leeren Händen. So unterschiedlich die Sphären sind, in denen Sie großzügig helfen, so haben doch alle ein gemeinsames Ziel: Es ist die Liebe zu Ihrer Vaterstadt Bonn."

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