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Kastanienbefall in Bonn: Die Miniermotte ist auf dem Rückzug

Kastanienbefall in Bonn : Die Miniermotte ist auf dem Rückzug

Der Schädling, der die Leitungsbahnen der Bäume zerstört und den Wasser- und Nährstofftransport unmöglich macht, scheint zurückgedrängt. Jedenfalls stellt die Stadt Bonn weniger Schäden fest.

Über viele Jahre hinweg machte die Miniermotte in Bonn Schlagzeilen. In diesem Jahr scheinen die Kastanien in Bonn jedoch größtenteils von dem Schädling verschont zu werden. Die Lage habe sich entspannt, es gebe kaum Schäden der Miniermotte, sagte Andrea Schulte von der Stadt Bonn auf Anfrage.

In den vergangenen Jahren verloren die Kastanien an der Poppelsdorfer Allee und die mittlerweile gefällten Kastanien am Alten Zoll schon im Sommer Teile ihres Laubs. Verantwortlich für das Absterben der Blätter sind die Larven der Schmetterlingsart, die sich durch die Blätter fressen. Dass die Miniermotte in diesem Jahr kaum Schaden anrichtete, führt Wolfram Lobin, Botaniker und Kurator des Botanischen Gartens Bonn, auf das feuchte Wetter zu Beginn des Sommers zurück. Die Lebensbedingungen der Motte waren dadurch schlechter.

Dennoch ist Vorsicht geboten, damit die wenigen Nachkommen der Miniermotte nicht als Puppen im Laub überwintern. Die Stadt wird deshalb sämtliches Kastanienlaub von öffentlichen Anlagen verbrennen. Schulte rät auch Bürgern dazu, das Laub von Kastanien einzusammeln und im fest verschlossenen Restmüllsack zu entsorgen.