Advent in Auerberg und Graurheindorf: Die Garage als Türchen

Advent in Auerberg und Graurheindorf : Die Garage als Türchen

Literweise Glühwein, selbst gebackene Kekse und ein Adventskalendertürchen der besonderen Art: Das Ehepaar Nowocha organisierte am Dienstag eine private Adventsfeier vor ihrem Haus in der Allensteiner Straße, zu der es die gesamte Nachbarschaft aus Auerberg und Graurheindorf eingeladen hatte.

Anlass ist eine gemeinsame Aktion in den Vierteln – und ein Dankeschön der Nowochas. „Wir möchten uns mit der Feier bei allen bedanken, die unsere goldene Hochzeit vor drei Jahren zu einem Tag gemacht haben, an den wir uns auch heute noch gerne erinnern“, erzählte Günther Nowocha. „Wir waren damals in Kur und als wir zurückkamen, trauten wir unseren Augen nicht.“ Ihr Sohn hatte mit Nachbarn ein Fest auf die Beine gestellt: Das ganze Haus war geschmückt, ein Tambourcorps spielte, Funkenmariechen tanzten und die Nachbarschaft feierte mit.

Deshalb ließen sich die Nowochas auch nicht lumpen und legten sich für ihre Adventsfeier mächtig ins Zeug. Dafür verwandelte das Rentnerehepaar seine Garage in ein Adventstürchen. „Wir haben für die Dekoration extra echte Strohballen gekauft“, so Christel Nowocha. „Außerdem haben wir einen schneebedeckten Weihnachtsbaum besorgt sowie allerhand Antiquitäten.“

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Aus der kleinen Garage war ein besinnliches Weihnachtszimmer geworden, in dem man schnell zur Ruhe kommen konnte.

Geöffnet wurde das Türchen dann ganz offiziell mit dem Adventslied „Macht hoch die Tür“, dargeboten von Harald Balzer an der Trompete. Dazu wurde noch das Gedicht „Die Heilige Nacht im Wandel der Zeit“ vorgetragen. Geholfen und mitorganisiert haben natürlich wieder die Nachbarn.

Maja Strömer und Barbara Bartel griffen den Nowochas unter die Arme, wo sie nur konnten und sorgten auch am Abend der Feier für das leibliche Wohl der Gäste, die sich an den vielen Bierbänken und unter den Pavillons versammelt hatten. 20 Flaschen Glühwein, 80 Würstchen und unzählige Kekse standen bereit, um von den 75 gezählten Gästen verzehrt zu werden.

Die Nachbarn sind begeistert

„Diese Feier ist etwas ganz Besonderes“, schwärmte Ralf Dobbelstein, der direkt gegenüber von den Nowochas wohnt. „Ich finde es toll, dass die ganze Nachbarschaft eingeladen worden ist.“ Das Engagement des Ehepaars zeige den Zusammenhalt im Viertel, so Dobbelstein.

Und um den Zusammenhalt geht es auch in der Aktion, in deren Rahmen die Weihnachtsfeier stattfand. Bei der Reihe „Lebendiger Adventskalender“ zieht ein Adventslicht durch Auerberg und Graurheindorf. Jeden Tag gibt es einen anderen Gastgeber, bei dem das Licht in einer Laterne feierlich mit einer Andacht entzündet wird.

Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltungsreihe vor vier Jahren von Michaela Schuster vom Evangelischen Forum Bonn und Ursula Fröhlich vom Gemeindeausschuss St. Bernhard. Nach der gelungenen Feier bei Günther und Christel Nowocha zieht das Adventslicht nun weiter. Zum Beispiel zur Familie Mittler in der Brunsgasse und zu den Kommunionskindern im Pfarrheim St. Bernhard.

Mehr Informationen unter www.thomas-morus-bonn.de