Landtagswahl im Mai: Die ersten Wahlplakate in Bonn hängen

Landtagswahl im Mai : Die ersten Wahlplakate in Bonn hängen

Die Bonner Sozialdemokraten haben mit dem Plakatwahlkampf begonnen. Drei Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 15. Mai dürfen sie laut Gesetzgeber plakatieren. Und genau seit dem 15. Februar hängen die Plakate.

Sie zeigen ihn und seinen Genossen Peter Kox als Landtagskandidaten für die beiden Bonner Wahlkreise im Porträt. „NRWir“ – unter diesem Motto stand auch schon der Landesparteitag vor einer Woche und damit werben nun auch die Kandidaten für das Düsseldorfer Abgeordnetenhaus.

Dass die SPD mit der Plakatwerbung schon vor den jecken Tagen und damit gegen sonst übliche überparteiliche Gepflogenheiten beginnt, begründet Kunze auch mit der Organisation von ehrenamtlichen Helfern. „Wir müssen die Zeit finden, um zu plakatieren, und da hat es sich angeboten, jetzt schon an den großen Straßen anzufangen“, sagte Kunze und nannte Reuterstraße, Adenauerallee und Hermann-Wandersleb-Ring. Man halte sich an die gesetzlichen Vorgaben. In den vergangenen Jahren – zuletzt im Oberbürgermeisterwahlkampf – hatten die Sozialdemokraten stets betont, dass sie eine frühe Plakatierung mit Blick auf das Stadtbild ablehnten. Für eine Verkürzung der Plakatierungszeit sei man weiterhin offen, „aber da müssten die anderen auf uns zukommen“.

Die SPD hatte in den politischen Gremien auf kommunaler Ebene vergeblich versucht, die Plakatierungszeit auf sechs Wochen vor der Wahl zu beschränken. Die CDU lehnte das jedoch ab. Christos Katzdids, Vorsitzender der Bonner CDU und ebenfalls Landtagskandidat, kündigte auf Nachfrage des General-Anzeigers an, dass die Christdemokraten nach Karneval erst ein paar Tage verstreichen lassen und erst dann mit dem Plakatieren anfangen würden. „Wir warten die Brauchtumsveranstaltungen ab und sehen die Lage zurzeit entspannt. Wir bleiben bei unserem Fahrplan“, erklärte Katzidis.

Die Grünen wollen ihre Plakate dem Landtagsabgeordneten Rolf Beu zufolge frühestens sechs Wochen vor den Wahlen aufstellen. „An einer Materialschlacht werden wir uns auch aus ökologischen Gründen nicht beteiligen“, erklärte Beu. Seine Partei setze zum überwiegenden Teil auf inhaltliche Parteiwerbung.

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