Galeria Kaufhof feiert "Wiedereröffnung": Die Bonner Innenstadt wandelt sich

Galeria Kaufhof feiert "Wiedereröffnung" : Die Bonner Innenstadt wandelt sich

Am Donnerstag feiert die Galeria Kaufhof den Abschluss der Umbauten und quasi eine Wiedereröffnung. Die Bauarbeiten dauerten insgesamt acht Monate. Auch in der restlichen Bonner Innenstadt tut sich einiges.

Mehr als acht Monate lang waren Bauarbeiter in der Galeria Kaufhof am Münsterplatz zugange. Das ganze Haus wurde quasi auf den Kopf gestellt, modernisiert und umgemodelt. Kommenden Donnerstag ist es soweit: Galeria Kaufhof feiert mit Prominenz und seinen Kunden den Abschluss der Umbauarbeiten und quasi eine Wiedereröffnung. Einige Neuigkeiten gibt es auch aus der Friedrichstraße zu berichten.

Harry Benzrath, Geschäftsführer von Galeria Kaufhof, klingt erleichtert: Die Bauarbeiten, die bei laufendem Betrieb durchgeführt worden waren, haben schon einiges an Geduld von den Mitarbeitern und der Kundschaft abgefordert. Abgesehen vom Lärm und Schmutz, was bei Bauarbeiten nur schwer zu vermeiden ist. „Bis auf die Parfümerie- und Lebensmittelabteilung haben wir alles hier in die Hand genommen“, sagt Benzrath.

Das Haus sei nicht nur modernisiert und umgebaut worden, sondern habe sich regelrecht herausgeputzt. „Wir haben die Fashion-Etage für die Damen von der ersten auf die zweite Etage verlegt, und die Herrenmode ist auf die dritte Etage umgezogen“, erklärt Benzrath. Im ersten Stock ist jetzt die Taschen, Schuh- und Wäscheabteilung für Damen zu finden, im vierten Stock wurde bereits im Mai die neue Sportabteilung auf rund 1000 Quadratmetern eröffnet. „Dazu hatten wir uns entschieden, als klar war, dass die Sportarena nebenan schließen wird“, erinnert Benzrath. Dort hat die Outlet-Kette „Saks Off 5th“ eine Filiale eröffnet.

Im Zuge der hausinternen Umzüge sei in der Galeria jede Etage grundsaniert und modernisiert worden. Rund 50 neue Marken und Shops seien jetzt im Haus am Münsterplatz vertreten. „Die Kunden haben nun mehr Platz zum Bummeln, wir legen viel Wert auf das Einkaufserlebnis“, erklärt Benzrath. Etwas zeitverzögert, voraussichtlich im November, soll zudem der Shop des vor allem bei jüngerer Kundschaft beliebten englischen Modelabels „Top Shop“ im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss eröffnen.

Zur Feier am Donnerstag erwartet Benzrath gegen 11 Uhr neben Bürgermeister Reinhard Limbach auch Vertreter der Industrie- und Handelskammer und des Einzelhandelsverbands. Für die Ehrengäste und alle Kunden haben seine Mitarbeiter ein buntes Programm vorbereitet, bei dem auch die Kinder nicht zu kurz kommen sollen. Die letzten großen Umbauarbeiten in der Galeria Kaufhof liegen erst sechs Jahre zurück. „Bonn ist ein hervorragender Standort für das Unternehmen, deshalb ist es auch gerne bereit ist, erneut zu investieren“, sagt Benzrath.

Kräftig investiert wird derzeit auch im „Schwester“-Unternehmen Karstadt. Wie berichtet, ist Karstadt-Besitzer René Benko inzwischen Miteigentümer von Galeria Kaufhof. Im Karstadt sollen in Kürze im Basement Aldi und der Drogeriemarkt dm eröffnen.

Neueröffnungen auf Friedrichstraße und Sternstraße

Immer mehr Kunden ziehen offensichtlich die Läden in der Friedrichstraße mit ihren vielfältigen Angeboten an. Sie habe durchaus das Zeug, der Sternstraße als gehobenere Einkaufsstraße den Rang abzulaufen, meinte eine Ladeninhaberin lachend. Neu in der Friedrichstraße ist das Geschäft von Ulla Krogmann, das „ulla k.“, das Mode und Accessoires aus Indien der gehobenen Kategorie verkauft. Ebenfalls neu ist dort das „Sündikat“. Der Name steht für Lebensfreude, Genuss und Kreativität in der Küche, Küchenwerkzeuge aus meist europäischer Fabrikation, Wein und Cremant aus Frankreich, köstliche Gewürze und vieles mehr, was Leib und Seele erfreut.

Großer Andrang herrscht auch im vietnamesischen Restaurant „Cay Tre“ in der Friedrichstraße, das sich seit seiner Eröffnung vor einigen Wochen unter den Freunden der vietnamesischen Küche großer Beliebtheit erfreut.

Überhaupt entwickelt sich die Friedrichstraße zu einer Gourmetmeile: Als nächstes steht die Wiedereröffnung des von der Kölnstraße am Rande der Altstadt in die Friedrichstraße umgezogenen Bistros „C'est la vie“ an. Es übernimmt die früheren Räume des Mode- und Accessoires-Geschäfts „Wunderbar“, das drei Häuser weiter in das Ladenlokal der einstigen Boutique „Herrlich“ eingezogen ist.

Mit Dj und Bar feierte am Donnerstagabend die Schweizer Optiker-Kette „VIU Eyewear“ die Eröffnung ihrer Filiale an der Sternstraße. „Die Vision der Gründer war es, gute Qualität zu günstigen Preisen anzubieten“, sagte Natalie Merkel. Die 28-jährige Augenoptikerin ist stellvertretende Filialleiterin. Die Einstärkenbrille sei ab 165 Euro zu haben. In der Schweiz entworfen, würden die Gestelle in Handarbeit in Italien und Japan gefertigt und tragen Namen wie „The Writer“, „The Noble“, „The Beauty“ oder „The Buddy“.

„Die Namen bezeichnen den Charakter der Brille“, erklärte Merkel. Zum Team gehören neben weiteren Optikern auch Carolina Geist. Sie ist als Fashion-Verkäuferinnen auf die Beratung spezialisiert. „Die Brille ist ein modisches Accessoire. Wir verstehen uns daher als Fashionstore mit Optiker-Hintergrund“, sagte sie.

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