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Auftakt zur Freibadsaison: Der erste Sprung ins kühle Nass

Auftakt zur Freibadsaison : Der erste Sprung ins kühle Nass

Am ersten Tag der Freibadsaison 2016 herrschte strahlender Sonnenschein im gesamten Stadtgebiet. Die Stadt sprach von 450 bis 500 Badegästen an Fronleichnam – allein im Melbbad – und zieht eine entsprechend positive Bilanz des ersten Besuchertags.

Für die Badebesucher ist der sicher wichtigste Unterschied zur Vorsaison die Rückkehr zu den alten Öffnungszeiten von 6.30 bis 20 Uhr (wochenends von 11 bis 20 Uhr). Die verkürzten Zeiten waren auf Sparforderungen der Ratsmehrheit aus CDU, FDP und Grünen zurückgegangen, die aber zugleich keines der sechs Bonner Freibäder schließen wollte. Die Rolle rückwärts der Politik nach dem missglückten Versuch, der sich vor allem in schlechten Besucherzahlen niederschlug, folgte dann auf dem Fuße.

„Wir sind nun zu den alten Öffnungszeiten zurückgekehrt, verfügen über ausreichend Fachkräfte und haben das Schichtmodell geändert“, erklärt der stellvertretende Stadtsprecher Marc Hoffmann. Der Tag unterteilt sich in Früh-, Mittags- und Spätschicht. Zu den Hauptbesuchszeiten vom späten Vormittag bis zum späten Nachmittag seien zwei Fachkräfte pro Bad eingeteilt.

In den Früh- und Spätschichten reiche aus Sicht der Verwaltung eine Fachkraft pro Bad aus, um die Sicherheit zu gewährleisten. Von 6.30 bis 10 Uhr ist pro Bad nur ein Becken geöffnet. Was Rettungsschwimmer betrifft, kann die Stadt durchaus noch Unterstützung auf Aushilfsbasis brauchen, falls Ausfälle zu kompensieren sind (siehe Kasten). Der Verkauf der städtischen Saisonkarte läuft gut an. Bislang haben laut Marc Hoffmann 350 Bürger die Dauerkarte beantragt. Sie kostet 100 Euro für Erwachsene und 50 Euro für Schüler/Studenten und berechtigt in allen Freibädern zu kostenlosem Eintritt.

Der Förderverein Unser Melbbad vermeldet eine gute Nachfrage beim Verkauf seiner eigenen Saisonkarte, die Mitglieder nur für das Melbbad erwerben können. An den ersten zweieinhalb Verkaufstagen seien 250 Stück weggegangen, sagte gestern die stellvertretende Vorsitzende Maren Storck. Am Informationsstand im Bad konnten an Fronleichnam 150 Neumitglieder gewonnen werden.

Im Friesi ist die 500er-Verkaufsmarke mittlerweile geknackt. „Wir verkaufen aber bis in den Sommer hinein“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Bärbel Richter. Für 50 Euro, ermäßigt 25 Euro ist die Dauerkarte für Mitglieder zu bekommen. Dass die Rekordmarke von 900 verkauften Karten aus dem letzten Jahr erreicht wird, hält sie aber für unwahrscheinlich. 2015 hatte das Friesi vor allem deshalb so viele Besucher, weil es als einziges Freibad Frühschwimmen angeboten hatte. Die Kürzungen hatten also immerhin einen Nutznießer.