Millionenfalle - Teil 94: Der Egoistenzirkel

Millionenfalle - Teil 94 : Der Egoistenzirkel

Die Richter des Kim-Prozesses haben in Teilen einen neuen Wirtschaftskrimi geschrieben. Wer handelte wie warum? Der rote Faden der Motive entlarvt geldgierige Akteure und ein absurdes Fazit: Weil die Stadt Bonn 32.115,46 Euro sparen wollte, landete das Projekt im Reich der Korruption.

Bonns Schwarzes Loch liegt weiter am Rhein. Letzte Nachricht: Der Fertigbau des World Conference Center Bonn (WCCB) verteuert sich weiter. Die WCCB-Gesamtrechnung, einst bei null Euro geplant, wird immer höher.

Um die 200 bis 250 Millionen Euro könnten es werden - für eine Stadt, die eisern sparen muss und derzeit alle Angebote und Zuschüsse nach der "Kleinvieh-macht-auch-Mist"-Methode zusammenstreicht. "Kleinvieh" waren im WCCB-Maßstab auch 32 115 Euro und 76 Cent, die in den Anklagen immer wieder auftauchen. Lange wirkte das wie eine Petitesse, geradezu so, als hätten die Ermittler sich in einem Nebenschauplatz verirrt, nur weil sie eine wasserdichte Beweiskette gefunden hatten.

Tatsächlich ist es anders. Die 469 Seiten der Urteilsbegründung gegen die Protagonisten der Investorenseite, Man-Ki Kim und Ha-S. C., spinnen einen roten Faden der Handlungsmotive - und landen bei eben dieser ersten Weiche, die den WCCB-Zug später ins Reich der Korruption und Selbstbedienung und dann in den Abgrund lenkte. Die Stadt Bonn wollte diese 32 115,76 Euro sparen und war somit - sicher ungewollt - der Weichensteller für die eigene Katastrophe. Es gibt im Kosmos unberechenbarer Wechselwirkungen wohl selten einen so geringen Spareffekt (2005) mit einem so riesigen Kosten-Bumerang (2015).

Erster Kontakt auf der Party von US-Präsident George W. Bush

Die populäre Darstellung der Chaostheorie, wonach ein Flügelschlag einen Hurrikan auslösen kann, wäre auch ein Ansatz, mit dem Wissen von heute das Desaster von gestern zu erklären. Genauer: Eine winzige Änderung in den Anfangsbedingungen eines komplexen dynamischen Geschehens führt zu einem völlig anderen Ergebnis.

Die Geschichte der teuren Ersparnis der Stadt beginnt jedoch schon 2004. Bis dahin sind Jahre bei der WCCB-Investorensuche vergangen - ergebnislos. "Insgesamt gerieten die Verantwortlichen der Stadt Bonn zunehmend unter Druck", schreiben die Richter. Der 25. März 2004 ist vielleicht der allererste Tag mit einer "winzigen Änderung in den Anfangsbedingungen": Stadtdirektor Arno Hübner und WCCB-Beauftragte Eva-Maria Zwiebler beauftragen - ohne Ausschreibung - den Rechtsanwalt Michael Thielbeer, die Stadt bei der Investorenauswahl zu beraten.

Liegenschaftsamt und Rechnungsprüfungsamt protestieren und erinnern an "städtische Festlegungen zur Korruptionsprävention". Keine Reaktion. Es bleibt bei der freihändigen Beauftragung von Thielbeer. Am 5. April 2005 wird sein Mandat nochmals vom Stadtrat verlängert.

In der mühseligen Suche nach einem Investor bleibt nur die Firma UMS von Dieter Kals übrig. Der verspricht viel, hält aber wenig. Vor allem liefert er keinen Finanzierungsnachweis. Kals knüpft Kontakte zu seinem alten Geschäftsfreund Michael Krause in den USA, einem hochdekorierten Berufsoffizier, der nach seinem Ausscheiden aus dem US-Militär diverse Beratungsfirmen betrieb und seit 2003 auch Kim berät. Im Januar 2005 lädt Krause, der über ein exzellentes Beziehungsnetzwerk verfügt, Kals zu den Feierlichkeiten zur zweiten Amtseinführung von US-Präsident George W. Bush nach Washington ein, wo Kals Kim das Bonner Projekt erläutert. Doch Kim ist weltweit beschäftigt, Aufträge zu ergattern. Abu Dhabi, Bagdad oder Tripolis. Bonn? Kim ist nur mäßig interessiert.

Am 7. März 2005 geht bei der Stadt Bonn ein anonymer Hinweis ein, wonach Dieter Kals zweifach wegen Betruges vorbestraft sein soll. Der räumt - zur Rede gestellt - zwei Verurteilungen wegen "Konkursverschleppung" ein. "Für die Verantwortlichen der Stadt Bonn war nunmehr problematisch, dass ein in Wirtschaftssachen Vorbestrafter als potenzieller neuer Investor in der Öffentlichkeit auf massive Kritik stoßen würde."

Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann drängt auf einen Abbruch der Verhandlungen mit Kals, Hübner setzt sich jedoch mit Hinweis auf weitere Zeitverluste durch. "Nicht zuletzt war der Erfolg des Projekts in gewisser Weise zu einer persönlichen Angelegenheit Hübners geworden, das er in jedem Fall vor seiner für 2007 anstehenden Pensionierung realisiert wissen wollte." Am 17. März 2005 votiert der Stadtrat für einen dreimonatigen Vorvertrag für Kals, der am 30. März die IKBB AG gründet. Der Hinweis des Rechtsamts, den Rat über Kals' Vorstrafen aufzuklären, wird von Hübner und Zwiebler ignoriert. Kals zieht deshalb die Strippen nur noch aus der zweiten Reihe: Ein pensionierter Lokführer mimt fortan den IKBB-Chef.

Hübner und Zwiebler stellen Kals Thielbeer zur Seite, der ihn "überwachen und kontrollieren" soll. Problem: Das vom Rat genehmigte Budget für Thielbeer reicht nicht. "Zwiebler und Hübner kamen auf die Idee, die Kosten dieser Tätigkeit von Thielbeer durch den potenziellen Investor übernehmen zu lassen." Eine gleichzeitige Tätigkeit von Thielbeer für Stadt und IKBB AG stuft Kals' Anwalt jedoch als Parteiverrat ein.

Thielbeer betont seinen Einfluss auf die Projektverantwortlichen

In Sachen Projektfortschritt passiert wenig: Bis Ende Mai 2005 hat die IKBB AG weder die 300 000 Euro für den Architektenwettbewerb bezahlt noch den Finanzierungsnachweis erbracht. Parallel tritt Kim bei seiner Auftragsakquise im Nahen Osten auf der Stelle. Kals hat indes einen WCCB-Vorvertrag bis zum 30. Juni 2005 in trockenen Tüchern. Das macht ihn für Kim interessant, der bald 40 Prozent der Anteile an der IKBB AG erwirbt. Ein Vorvertrag sichert seinem Inhaber eine gewisse Exklusivität auf Zeit zu; die lästige Konkurrenz bleibt erst einmal außen vor.

Im Mai 2005 betritt Ha-S. C. die Projektbühne, weil Kim einen Anwalt benötigt, der Deutsch, Englisch und Koreanisch spricht. Vor allem aber steckt C. in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Früh weiht er seinen Freund Young-Ho Hong, späterer WCCB-Bauchef, ein. "So verband er die Idee, Hong Kim vorzustellen, um ihn gegebenenfalls in das Projekt einbinden zu können mit der Erwartung, dass Hong ihn gegebenenfalls auch selbst finanziell unterstützen werde." Der Plan geht auf: Hong wird Teil des SMI-Hyundai-Teams. "Im Juli 2005 lieh Hong C. - wie von diesem vorausgesehen - 100.000 Euro."

Am 6. Juni 2005 wird dem Rechtsamt mitgeteilt, dass es um Kals schlimmer steht als befürchtet; er sei zu mehreren Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden. "Hübner befand sich in einer schwierigen Lage, da er sich gegenüber der Oberbürgermeisterin und dem Verwaltungsvorstand der Stadt Bonn persönlich für ein Weiterführen der Verhandlungen mit Kals ausgesprochen hatte."

Davon erfährt auch Kim und stellt daraufhin ein Team für Bonn zusammen. Er präsentiert sich und SMI Hyundai Corporation als potenten und bauerfahrenen Teil des Hyundai-Weltkonzerns, überweist die geforderten 300.000 Euro, druckt eine Imagebroschüre, arrangiert einen imposanten Internetauftritt und baut so Vertrauen auf. Immer dabei: Thielbeer, stets bemüht, seine zentrale Rolle zu betonen - "dass er als Finanzexperte der Stadt Bonn durch seine Kommentare und Analysen Einfluss auf Entscheidungen der Projektverantwortlichen habe".

Seine Forderung ist weiter offen: 32.115,76 Euro. Die zahlt bald Kim auf Anraten C.s. Das Geld kreist im Dreieck, damit niemand dumme Fragen stellt: von Kim zur Stadt, von der Stadt zu Thielbeer. Die Staatsanwälte werden ihn später einen "scheinbar “unabhängigen Berater„ der Bundesstadt Bonn" nennen.

"Thielbeer (...) signalisierte C. die potenzielle Bereitschaft der Stadt Bonn, das Projekt nötigenfalls auch mit der SMI Hyundai Corp. als Endinvestor nach Ablauf der Rahmenvertragsfrist fortzuführen. (...) Deswegen nahm Zwiebler am 21. Juni 2005 Kontakt mit ihrem Bruder Michael Kranz, einem Vorstand der Sparkasse KölnBonn, auf." In Hübners Schublade liegt indes das Angebot der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, das Projekt mit der Straet Holding BV aus Eindhoven umzusetzen, die zudem einen Nachweis über 100 Millionen Euro Eigenkapital erbringt. Und dort bleibt es auch liegen.

Schließlich wird Kals aus dem Projekt gedrängt, und Kim, C. und Thielbeer agieren zusammen pro SMI Hyundai. Mit der Übernahme von Thielbeers Rechnung "wollte C. die ihm bekannten Interessen der entscheidungstragenden Projektverantwortlichen Hübner und Zwiebler, auch Thielbeers Interesse an kurzfristiger Bezahlung bestmöglich Rechnung tragen (...) und zu einer vorzeitigen positiven Entscheidung zugunsten der SMI Hyundai Corp. bewegen. (...) Dabei wollte C. genauso wie die Projektverantwortlichen gerade den ordnungsgemäßen Verlauf der weiteren Vergabe durch diese Absprache gezielt ausschalten." Thielbeer hat C. "klargemacht, dass ein mitentscheidendes Kriterium für eine Vorfestlegung zugunsten der SMI Hyundai Corp. die Bezahlung seiner Rechnung" (...) war.

C.s Eiertanz um Hyundai und Fußball-Weltmeisterschaft

Thielbeer verfasst dann am 6. Juli 2005 seine legendäre Expertise und "kam zu dem - irreführenden - Schluss", dass über die Beteiligungen in der SMI Hyundai Corp. "eine der renommiertesten Baufirmen der Welt beigebracht worden sei. (...) Das Empfehlungsschreiben setzte sich aber, wie von Hübner und Zwiebler gewünscht und von Thielbeer selbst als Folge der früheren Absprache hingenommen, nicht mit dem Mitbewerber DSK/Straet Holding BV auseinander."

Das Papier erhalten die Vorsitzenden der Ratsparteien. Es wird verschwiegen, dass SMI Hyundai die zusätzlich Thielbeer-Rechnung übernommen hat. Hübner und Zwiebler "waren jedoch an einem bruchlosen, politisch vertretbaren Übergang zu einem neuen Investor ohne Zeitverlust unter geräuschloser Begleichung der Altlast (...) Thielbeer (...) gelegen. Sie sahen hierin einen Kosten sparenden Effekt für die Stadt Bonn und für sich selbst die Vermeidung weiteren Rechtfertigungsbedarfs gegenüber den Entscheidungsträgern im Rat, die der Erhöhung des Budgets für Thielbeer hätten zustimmen müssen."

24. Oktober 2005: Letztes Störfeuer der IKBB AG. Kals hat Hübner geschrieben und - "in der Sache zutreffend - darauf hingewiesen, ihres Wissens nach sei die SMI Hyundai dem Hyundai-Konzern nicht zuzurechnen". C. reagiert sofort und gespielt empört. "Um die Zuhörer zu beeindrucken, wies er irreführend darauf hin, dass im Hinblick darauf, dass Hyundai plane, bei der Fußball-WM 2006 200 Mio. EUR in Marketing zu investieren, in jedem Fall der Name Hyundai vor Schaden bewahrt werden müsse. Entsprechend werde die SMI Hyundai Corp. sofort von dem IKBB-Projekt abspringen, wenn diese Angelegenheit an die Öffentlichkeit komme. Dabei war ihm, der auch seinerzeit schon Mandate für die Hyundai Motor Company abgewickelt hatte, bewusst, dass dieses Unternehmen Sponsor der Fußball-WM 2006 war und in keiner Verbindung zur SMI Hyundai Corp. stand."

Monate später, nachdem die Medien weltweit über Korruption bei der Hyundai Motor Company berichten, "versicherte C. nunmehr - wahrheitsgemäß und in Abkehr von seiner bisherigen Praxis -, dass dies auf die SMI Hyundai Corp. keine Auswirkung habe, da sie keinerlei Verbindung zur Hyundai Motor Company aufweise".

Kim 40 000 Euro pro Monat, Hübner 18 000 Euro pro Jahr

C. und Thielbeer wollen beide aus einem Projektzuschlag für SMI Hyundai Honig für sich saugen. C. erhielt von Kim ein Erfolgshonorar von 500 000 Euro, dazu ein Monatshonorar von bis zu 35.000 Euro. Kim genehmigte sich zeitweise 40 000 Euro pro Monat. Zum Vergleich: Als Stadtdirektor Hübner Ende September 2009 in den Ruhestand geht, aber weiter das WCCB für die Stadt begleiten soll, erhält er im Rahmen eines Werkvertrags 18.000 Euro - pro Jahr.

Thielbeer bekam nicht nur seine Rechnung bezahlt, sondern als Dankeschön später zahlreiche Beraterverträge von Kim und Hong zugeschanzt - "Scheinverträge" schrieb die Staatsanwaltschaft, "Schmiergeld" der Insolvenzverwalter. Wie hoch die dotiert waren, spiegelt die aktuelle 600.000-Euro-Forderung von Insolvenzverwalter Christopher Seagon vor dem Düsseldorfer Landgericht. Im September 2008 war Thielbeer auch noch Geschäftsführer der Betreibergesellschaft WCCB Management GmbH geworden. Der "Spiegel": "Gehalt 198 000 Euro. Plus Unfallversicherung über eine Million. Plus Lebensversicherung. Plus BMW."

In den Jahren 2005 und 2006 entsteht eine so augenfällig die Korruption begünstigende Konstellation, dass eine Anti-Korruptionsfibel sie gar nicht erst enthalten würde: Der um ein Millionenprojekt buhlende Investor bezahlt den "unabhängigen" Berater der Stadt, der gerade ihn auf Herz und Nieren prüfen soll. Da der auf diese Weise ausgewählte Investor weder Geld noch "Konzernhintergrund" hatte, begann eine für Bonn verheerende Abwärtsspirale, die städtischerseits nicht nur Hübner und Zwiebler aufzuhalten versuchen. Nun musste Null-Euro-Mann Man-Ki Kim (s. Artikel "Auf Geldsuche ...") durch das Projekt getragen werden. Zum Beispiel mit einer Rundum-Sorglos-Bürgschaft der Stadt, von der in dieser Form, so die Staatsanwaltschaft, weder Stadtrat noch Bezirksregierung wussten. Nun beginnt morgen der Prozess gegen Hübner und Zwiebler - und damit gegen die ersten städtischen Akteure im WCCB-Monopoly.

Auf Geldsuche: Wie Kim um den Globus hetzte

Man-Ki Kim hat viele Seiten: Charismatiker, Netzwerker, Rhetoriker, Visionär - und ein gutes Nervenkostüm. Vor allem aber ist der Südkoreaner ein Kind seiner Sozialisation. In seinem Heimatland sind "Chaebol"-Konzerne wie Samsung oder Hyundai die Vorbilder für jeden gewesen, die es einmal bis nach ganz oben schaffen wollen. Doch diese "Chaebols", lange verwoben mit Südkoreas Machthabern, schufen auch Begriffe wie "Republik Hyundai". Doch die Familienkonzerne hatten und haben, vom Staat lange durch hohe Importzölle geschützt, ihre Gebrechen: Sie gelten als ineffizient, weil aufgebläht, schreiben schräge Bilanzen und stehen für intransparente Gesellschaftsverhältnisse. Und letztlich steht "Chaebol" in der internationalen Außenwahrnehmung für Korruption.

"Kim war bei seinen unternehmerischen Aktivitäten bereits frühzeitig von der Vision getragen, ein weltumspannendes Unternehmen nach dem Vorbild koreanischer Großkonzerne zu erschaffen." (alles kursiv Gesetzte stammt aus der Urteilsbegründung). Er gründete zwar viele Unternehmen, doch der Erfolg blieb bescheiden. Sein größter Coup gelang Kim Anfang 2004, indem er einen US-Regierungsauftrag ergatterte: Kim sollte Soldaten (der GA berichtete) für die Kriegseinsätze in Afghanistan und im Irak vorbereiten und durch militärische Rollenspiele in die Kultur dieser islamischen Länder einführen. Das brachte ihm "nach Steuern 1,859 Millionen US-Dollar" pro Jahr ein.

Jedoch: Über seine Regierungskontakte "hatte er erfahren, dass die Kriegseinsätze in naher Zukunft auslaufen sollten und dann ein erhöhter Bedarf, vor allem im Irak, an Baufirmen bestehen würde, um die zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen". So gründete Kim am 15. Dezember 2004 die SMI Hyundai Corporation im US-Steuerparadies Delaware. Daran war die Hyundai Remodeling Co. Ltd. (HRC/Seoul), eine Auffanggesellschaft für verdiente Hyundai-Vorständler, mit 35 Prozent beteiligt und an der wiederum mit 8,3 Prozent die Hyundai Engineering & Construction, die einstige Keimzelle des tatsächlichen Hyundai-Weltkonzerns, der jedoch schon 2003 zerschlagen wurde. Durch die HRC-Beteiligung kam es zur "Namensinfektion"; Kim durfte "Hyundai" hinter SMI im Namen aufführen - das Wertvollste, was er je besessen hatte.

Ein Zeuge: Kim verteilte "Titel wie Süßigkeiten"

Kim, der "Titel wie Süßigkeiten" verteilte, so ein Ex-Mitarbeiter, versuchte sein Glück. Doch die Auftragsakquise in Dubai, Ägypten und Seoul ergab unterm Strich: Außer Spesen nichts gewesen. Die Anschubkosten waren immens. 2005 "erwirtschaftete die SMI Hyundai Corp. bereits einen Buchverlust von über 1,3 Mio. US-Dollar, da sie keine Einnahmen erzielte". Mit den Bilanzen war das aber so eine Sache. So kursierten auch Exemplare, wonach SMI in 2004 einen Umsatz von 15 Millionen erwirtschaftete. Unglaublich erfolgreich für eine Firma, die erst 14 Tage existierte.