Autohaus Steinbach & Schäfer in Lessenich: Der Abriss soll jetzt weitergehen

Autohaus Steinbach & Schäfer in Lessenich : Der Abriss soll jetzt weitergehen

Die Arbeiten auf der Baustelle an der Bahnhofstraße sind drei Monate im Verzug. Mitte 2018 sollen die neuen Häuser fertiggestellt sein.

Der bisherige Zeitplan für das ehemalige Gelände des Autohauses Steinbach & Schäfer an der Bahnhofstraße war offensichtlich zu optimistisch: Seit Wochen tut sich auf dem 1,5 Hektar großen Areal nichts mehr, die Lagerhallen im hinteren Teil stehen ebenso noch wie der emporragende frühere Haupteingang, der ein bisschen an ein Kunstwerk erinnert. Doch jetzt soll es voran gehen, hört man von dem Immobilienunternehmen Paeschke aus Langenfeld, das Eigentümer des Geländes ist und auch als Bauherr auftritt.

„Wir hatten das ein oder andere Problem wegen des Abrisses“, sagte Projektleiter Oliver Sachs dem GA. Man habe bestimmte Gebäudeteile ausgebaut und anderweitig verwertet, Umweltuntersuchungen vorgelegt und sei derzeit mit dem weiteren Entkernen beschäftigt. Innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen sollen dann die hinteren Gebäude komplett abgebrochen werden. Diese seien massiv und unterkellert, im Gegensatz zur vorderen Verkaufshalle, die in Leichtbauweise errichtet war und längst dem Erdboden gleich gemacht worden ist.

Der Zeitplan hängt drei Monate hinter dem Soll her. Eigentlich hätten die Erschließungsarbeiten mit dem Bau von Kanal, Versorgungsleitungen sowie die Herstellung der Baustraße schon im Juni beginnen sollen, jetzt ist eine Dauer bis Ende des Jahres eingeplant. Wenn das geschafft ist, sollen im Januar die Hochbauarbeiten für die Ein- und Mehrfamilienhäuser starten. „Die Bauanträge dafür sind gestellt, wir arbeiten parallel an dem Erschließungsvertrag, der in den letzten Zügen liegt“, sagt der Projektleiter.

Es ist übrigens nicht die erste Verzögerung für das künftige Neubaugebiet. Drei Jahre hatte es vom Kauf des Grundstücks durch den Bauträger bis zum Beginn der Abrissarbeiten gedauert, weil das Grundstück zwischenzeitlich als potenzielles Hochwassergebiet festgelegt wurde und Retentionsflächen für eine eventuelle Überflutung des Baches berücksichtigt werden mussten.

Vermarktung der Häuser soll 2017 beginnen

Wichtig für Interessenten, die dort ein Objekt ins Auge gefasst haben: Mit der Vermarktung wird unmittelbar nach Ende der Erschließung begonnen, aller Voraussicht nach Anfang 2017. Es gebe bereits Vormerkungen, „und alle Interessenten bekommen mit der Post ihre Unterlagen, wenn alles im Detail durchgeplant ist und die Preise feststehen“, kündigt Sachs an. Bis die ersten Neu-Lessenicher einziehen können, dauert es nach Beginn der Hochbauarbeiten dann noch 18 Monate, so dass man von einer Fertigstellung der Häuser Mitte 2018 ausgehen kann.

Auf dem Gelände, das heute zum Großteil mit Beton versiegelt ist, soll eine neue Heimat für 70 Familien entstehen. Auch ein dreigruppiger Kindergarten, der in Lessenich angesichts der vielen Kinder dringend erwartet wird, ist geplant. Die Gebäude an der Bahnhofstraße entstehen überwiegend als dreigeschossige Mehrfamilienhäuser nebst Dachgeschoss, nach Süden zur Karl-Wiltberger-Straße hin werden die Gebäudehöhen auf zwei Vollgeschosse abgestuft.

Auch im hinteren Grundstücksteil erfolgt eine Abstufung der Baumassen. So sollen sich rückwärtig der Bahnhofstraße erst zweigeschossige Mehrfamilienhäuser, dann zweigeschossige Einzel- und Doppel- sowie untergeordnet Reihenhäuser anschließen.

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