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Tierheim in Bonn: Demonstranten mit Hunden protestieren im Stadthaus

Tierheim in Bonn : Demonstranten mit Hunden protestieren im Stadthaus

Rund 60 Teilnehmer haben am Dienstag im Bonner Stadthaus für den Erhalt des Tierheims demonstriert. Einige Demonstranten brachten dazu ihre Hunde mit.

Im Vorfeld der Bezirksvertretung Bonn (BV) haben rund 60 Ehrenamtliche, Freunde und Förderer des Bonner Tierheims für dessen Erhalt demonstriert.

Die Demonstranten brachten auch einige Hunde mit ins Stadthaus. Vor dem Eingang zum Ratssaal riefen die Demonstranten, die teilweise verkleidet waren, verschiedene Parolen. „Wir brauchen Platz für Hund, Maus und Katz“, war einer der Slogans.

„Wir brauchen eine adäquate Ausweichfläche“, forderte Regina Rademächers, die im Beirat des Tierheim sitzt. Schon vor Jahren hätte das Tierheim die Stadt auf die Probleme eines nahenden Umzuges hingewiesen. „Das ärgert uns, dass die Stadt nicht früher gehandelt hat“, so Rademächers. Zwischen dem Albert-Schweitzer-Tierheim und der Kleingärtnerverein Flora am Lambareneweg ist inzwischen ein Streit um Ausweichflächen ausgebrochen. Der Grund liegt in der geplanten Sanierung des Tausendfüßlers, eines Abschnitt der Autobahn 565. Das Tierheim wird Flächen abgeben müssen, damit der Neubau erfolgen kann, der nach Fertigstellung an die heutige Stelle verschwenkt werden soll.

Die Demonstranten verschafften ihrem Anliegen mit Parolen Gehör. Einige Teilnehmer brachten auch ihre Hunde mit. Foto: Maximilian Mühlens

Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der die BV am Dienstagabend besuchte, hörte sich die Forderungen der Demonstranten an. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass es für das Tierheim - auch bei der Baumaßnahme des Landes - eine Alternative gibt“, so Sridharan. Die Demonstranten müssten der Stadt aber die „Ruhe lassen“, um die verschiedenen Optionen auszuloten. Dem OB sei es sehr daran gelegen, dass es das Tierheim weiter in Bonn gibt.