Bürgerversammlung in Bonn: Das Zurich-Areal soll neu gestaltet werden

Bürgerversammlung in Bonn : Das Zurich-Areal soll neu gestaltet werden

Die Bürger wünschen sich mehr Wohnraum an der Poppelsdorfer Allee. Ein großer Teil des Quartiers gehört der Versicherung.

Die Zurich-Versicherung wird in zwei Jahren ihren Bonner Sitz an der Poppelsdorfer Allee aufgeben und einen neuen Standort in Köln beziehen. Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung hatte die Stadt Bonn am Montagabend in den Ratssaal des Stadthauses geladen. Viele Bürger kamen zur Versammlung und brachten sich in die Diskussion ein, wie das Areal neu gestaltet werden soll.

„Was vielen Bonnern nicht bekannt sein dürfte ist die Tatsache, dass der Besitz der Zurich-Versicherung in dem Quartier sehr groß ist – auch das Hotel Bristol gehört der Versicherung“, erklärte Natascha Rohde vom Stadtplanungsamt. Der Besitz der Versicherung erstreckt sich entlang des Bonner Talweges bis hin zur Heinrich-von-Kleist-Straße. Deshalb hat die Versicherung auch ein erhebliches Mitspracherecht an den Plänen.

Während der Bürgerversammlung stellte Markus Walter vom Stadtplanungsamt drei Varianten eines Bebauungsplanes vor. Diese seien allerdings nur Test-Planungen, da die Zurich-Versicherung auch noch einen städtebaulichen Wettbewerb ausschreiben werde. Der Bonner Städtebau-Beirat hat dabei einige Empfehlungen ausgearbeitet, an die sich Wettbewerbsteilnehmer halten sollen.

So empfiehlt der Beirat beispielsweise, dass es einen möglichst sensiblen Umgang mit der angrenzenden Gründerzeitbebauung und den denkmalgeschützten Gebäuden geben müsse. Die Gebäude entlang des Bonner Talweges sollten erhalten bleiben und eine Tiefgarage sollte eine wichtige Rahmenbedingung sein. Die Kosten für den Wettbewerb wird die Versicherung übernehmen.

Die Bürger wünschen sich vor allem, dass in dem Gebiet mehr Wohnraum geschaffen wird und dass das Areal grüner wird. Der Fortbestand des Hotels wurde dabei ausdrücklich gewünscht, es gab sogar eine Stimme dafür, das Hotelangebot auszubauen.

Ein neuer Bebauungsplan soll als Vorbereitung für die Nachnutzung des ehemaligen Versicherungsstandorts sowie zur Rückführung der gründerzeitlichen Bebauung als Wohnstandort und zur Neuausrichtung des Hotels dienen. „Wir wissen vom Hotel-Betreiber, dass er gerne mehr Betten hätte“, erklärte Walter.

Die in die Jahre gekommenen Gebäude aus den 1960er und 1970er Jahren sollen durch zukunftsfähige Gebäude ersetzt werden. Dabei soll vor allem der sensible Lage an der barocken Allee Rechnung getragen werden Ob die Zurich-Versicherung das Gelände behalte, sei indes noch nicht sicher. „Das macht die Versicherung davon abhängig, was mit dem Gelände letztendlich passiert und wie es neu gestaltet wird“, so Walter.

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