Vorschläge für Bürgerhaushalt: Das wünschen sich die Hardtberger und Bonner

Vorschläge für Bürgerhaushalt : Das wünschen sich die Hardtberger und Bonner

Insgesamt 220.000 Euro stehen den Bonnern zur Verfügung, die sie für Projekte in den Stadtteilen ausgeben dürfen. Welche das sind, entscheiden die Bürger selbst. Diese Ideen liegen bisher vorne.

Das Abstimmungsverfahren für den ersten Bürgerhaushalt der Stadt Bonn nähert sich langsam der finalen Phase. Noch bis Dienstag, 10. Juli, können die Bonner in einem zweiten Durchgang über die Wunschliste für den Bürgerhaushalt abstimmen. Für die Stadtbezirke Hardtberg und Bonn stehen derzeit Projekte in der engeren Auswahl, von denen einige schon auf den Aufgabenlisten der Kommunalpolitiker stehen. Die Stadt verweist darauf, dass während des zweiten Abstimmungsdurchgangs noch weitere Wünsche aufgelistet werden können.

Bis zum 26. Juni haben die Fachämter die zehn am besten bewerteten Vorschläge je Stadtteil geprüft und bewertet – im Hinblick auf Zuständigkeit, Umsetzbarkeit und anfallende Kosten. Kein Einzelprojekt durfte teurer sein als 10 000 Euro. Nicht umsetzbare Vorschläge wurden durch Nachrückende ersetzt. Alle Interessierten können die Stellungnahmen der Verwaltung unter den entsprechenden Vorschlägen im Online-Dialog zum Bürgerhaushalt auf www.bonn-macht-mit.de einsehen. Nach der Überprüfung durch die Stadt liegen folgende Projekte derzeit auf den ersten Plätzen:

Stadtbezirk Hardtberg:

Platz 1: Gemeinsames Gärtnern auf Ackerflächen, die die Stadt anmietet und den Bürgern zur Verfügung stellt. Die Stadt verweist darauf, dass es bereits „Urban Gardening“-Projekte in Bonn gibt.

Platz 2: Sanierung des Raumes unter der Schmitthalle mit Erneuerung der Küchenzeile. Die Kosten würden laut Stadt aber die 10 000-Euro-Grenze sprengen.

Platz 3: Schaffung weiterer OGS-Plätze, die laut der Stadt bereits in Vorbereitung sind.

Platz 4: Zwei feste Grillstellen im Derletal. Die Stadt unterstützt das Vorhaben grundsätzlich.

Weitere Vorschläge der Bürger: Einrichtung einer öffentlichen Toilette in der Fußgängerzone von Duisdorf. Nach Ansicht der Stadt erübrigt sich das Vorhaben, weil es bereits eine WC-Anlage am Kirchplatz gibt. Die Idee, Busse auf dem Brüser Berg mit Fahrradträgern oder -anhängern auszustatten, sei im dichten, innerstädtischen Verkehr nicht machbar. Den Bau einer Querungshilfe für Schulkinder an der Straße „An der Haeschmar“ hinter dem Verteidigungsministerium hält die Stadt wegen der geringen Fußgängerfrequenz für nicht erforderlich. Weitere Wünsche sind der Bau eines Bürgersteiges auf der Nordostseite des Bahnüberganges Lessenicher Straße in Duisdorf und weitere Sitzgelegenheiten in der Duisdorfer Fußgängerzone sowie Bänke für den Bouleplatz vor der Rochuskirche.

Stadtbezirk Bonn:

Platz 1: Ausweisung der gesamten Innenstadt als Tempo-30-Zone, was laut Stadt aber gemäß Straßenverkehrsordnung unzulässig ist.

Platz 2: Schaffung von weiteren Wildblumen- und Streuobstwiesen im Rheinauenpark.

Platz 3: Wiederbeleben des R(h)einkultur-Festivals in der Rheinaue. Laut Stadt ist das aber nicht möglich, weil es das Festival eines privaten Veranstalters war.

Platz 4: Lösung des Parkproblems an der Marienburger Straße in Tannenbusch durch einen Parkplatz. Laut Stadt steht dafür aber kein Grundstück zur Verfügung.

Weitere Vorschläge: Anpflanzung von bienenfreundlichen Wildpflanzen, Freischneiden zugewachsener Radwege, frühere Öffnung der Freibäder und spätere Schließung bei schönem Wetter sowie weitere Fahrradständer am Hauptbahnhof.

Abstimmen können die Bonner auf auf www.bonn-macht-mit.de.

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