Promenadengestaltung in Bonn: Das Rheinufer wirkt wenig einladend

Promenadengestaltung in Bonn : Das Rheinufer wirkt wenig einladend

Die Blumenbeete am Rheinufer unterhalb des Alten Zolls sind mit Sommerblumen bepflanzt. Während das Amt für Stadtgrün die Rheinpromenade dort gut in Schuss hält, wirkt das Rheinufer nur wenige Meter weiter nördlich regelrecht verwildert.

Am Brassertufer hinter dem Opernhaus wächst Gras in den Blumenkästen. Fehlende Pflasterplatten sind mit Asphalt notdürftig verfüllt oder bieten Stolperfallen.

Dabei ist der Wille zur Sauberkeit durchaus vorhanden. Selbst im Entwurf für das neue Pflegekonzept der 2600 städtischen Grünanlagen ist für die Allee am Brassertufer die höchste Pflegeklasse vorgesehen.

Das hieße unter anderem: Fünfmal im Jahr wird Unkraut gejätet, alle zwei Monate werden die Wege gesäubert und zweimal im Jahr Blumen gepflanzt. Am Erzberger- und Moses-Hess-Ufer nördlich der Kennedybrücke bis hin zur Beethovenhalle soll nach der zweiten Pflegestufe gearbeitet werden. Das hieße: vierteljährlich Unkraut weg und dreimal im Jahr eine Gehwegreinigung.

Wie genau das Amt für Stadtgrün seinen selbst formulierten Pflegeturnus einhält, ist freilich schwer zu überprüfen. Blumenrabatten wurden vor dem Opernhaus jedenfalls schon länger nicht gesichtet. Jahrelang stand eine Neugestaltung des Areals im Zuge einer Öffnung der Stadt zum Rhein in der Diskussion.

Verein wünscht bessere Pflege der Grünanlage

Die Mittel im Rahmen des NRW-Strukturprogramms „Regionale 2010“ hat die Stadt Bonn nicht abgerufen. Auch die Festspielhaus-Pläne und damit eine Neugestaltung der Außenanlagen vor der Beethovenhalle standen im Raum. Damit verboten sich offenbar Reparaturen.

Mit dem Grundsatzbeschluss zur Sanierung der Beethovenhalle hat sich der Rat nun auch grundsätzlich zur Wiederherstellung des Foyergartens im ursprünglichen Sinne entschieden. „Die Kosten sollen aber allein durch Spenden finanziert werden“, sagt Hans Hinterkeuser, Geschäftsführer des Vereins Pro Beethoven.

Der Verein wünscht sich, dass die Grünanlagen nicht erst nach der Sanierung der Halle ab 2020 besser gepflegt werden. Auf Finanzierungsangebote für die Bepflanzung eines Rosenbeetes habe man aber trotz wiederholter Nachfrage nichts gehört.