Nächstes Jahr noch mehr Karussells: Das gab es bei der Kirmes in Röttgen zu erleben

Nächstes Jahr noch mehr Karussells : Das gab es bei der Kirmes in Röttgen zu erleben

Der Festausschuss Röttgen ist mit der Kirmes am Herzogsfreudenweg zufrieden. Viele Ehrenämtler aus dem Ort halfen mit. Oberbürgermeister Ashok Sridharan und der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp eröffneten das Fest.

Das Kinderkarussell war zu langweilig: Luzie, Mila und Luisa wollten Action. Da war der Twister schon eher etwas für die drei Mädchen. Hoch in der Luft, flott im Kreis, den Fahrtwind im Gesicht - schade, dass die Fahrt irgendwann vorbei war. Schnell zur nächsten Station: Autoscooter! Enttäuscht kamen sie zu ihren Eltern zurück: „Der ist erst ab zehn Jahren.“ Dazu fehlen ihnen noch ein bis zwei Jahre, die Drei hätten mit ihren Müttern fahren müssen, aber das wollten sie nicht.

Egal, schnell weiter zur Wurfbude, mit Pfeilen ein paar Luftballons zum Platzen bringen, nachdem sie schon Enten geangelt hatten. Langweilig wurde ihnen am Samstagnachmittag jedenfalls nicht auf der Röttgener Kirmes. Zumal sie ja auch noch die Kinderolympiade des Röttgener Festausschusses absolvieren konnten, mit Geschicklichkeitsübungen und Zielspritzen mit dem Wasserschlauch bei der Jugendfeuerwehr.

Viele Ehrenämtler aus dem Ort helfen mit, was Stefan Zimmermann vom Festausschuss sehr freute. Vor allem die Unterstützung aus dem Neubaugebiet sei eine echte Bereicherung: Dort wurde ihm zufolge auch der diesjährige Zacheies angefertigt - den aber noch niemand zu Gesicht bekommen hat: Er wurde noch vor dem Fassanstich am Freitagabend entführt - aus einem Feuerwehrauto heraus. „Ein Fenster war einen Spalt offen.“ Das wurde gleich ausgenutzt. So wurde der Kirmesmann auch um sein Tänzchen mit der SPD-Stadtverordneten Elisabeth Zaun gebracht. Zimmermann hat eine Vermutung, wer die Entführer sein könnten, und ist zuversichtlich, dass der Zacheies bis Montagabend zur Verurteilung wieder auftaucht.

Viel wird man ihm aber nicht zur Last legen können. Die Kirmes läuft, am Samstag waren viele Familien da und auch der Eröffnungsabend mit Oberbürgermeister Ashok Sridharan und dem stellvertretenden NRW-Ministerpräsidenten Joachim Stamp, beide Röttgener, war bestens besucht. Auch zur Schlagerparty am Samstagabend mit Stargast Jennifer Sturm lief es bestens. Die Sängerin war schon 2018 aufgetreten und dass der „blonde Partyengel“, wie sie sich selbst nennt, gerne wiederkam, spricht für die Röttgener.

Erstmals hatten sich zwei Autoscooter beworben

Das Wetter spielt bislang mit, alle Schausteller sind gekommen - das war vor einigen Jahren schon mal anders. Aber nicht nur das: „Es hatten sich sogar zwei Autoscooter beworben“, so Zimmermann. „Das war das erste Mal.“ Außerdem hatte ein Kettenkarussellbetreiber angefragt, für den es aber keinen Platz mehr gab. „Nächstes Jahr müssen wir umbauen.“

Was also könnte man dem Zacheies vorwerfen? Die Briefe von der Stadt wegen der Steinvorgärten am Hölder? Ob das für eine Verurteilung reicht? In Röttgen wird der Kirmesmann auch schon mal freigesprochen.

„Es ist gut, dass es noch so eine Kirmes gibt“, fand Luisas Mutter Patrizia Stern. Dem Festausschuss habe Röttgen viel zu verdanken. Das gibt der Ort auch zurück: Zimmermann war dankbar, dass beim Aufbau viele Menschen halfen. Das sei das Geheimnis, meinte er: „Die Leute einfach mitzunehmen.“ Dem Festausschuss scheint das derzeit zu gelingen.