Kommentar zur Verkehrssituation auf dem Venusberg: Das Busnetz ist ineffektiv

Kommentar zur Verkehrssituation auf dem Venusberg : Das Busnetz ist ineffektiv

Auf dem Venusberg wird über die Abschaffung von 150 öffentlichen Parkplätzen an den Straßen nachgedacht, und die Uniklinik baut ein neues Parkhaus. Klinikchef Wolfgang Holzgreve appelliert für den Bau der Seilbahn.

Erst einmal sind das gute Nachrichten: Das Bonner Uniklinikum investiert sieben Millionen Euro in ein neues Parkhaus, das zurzeit gebaut wird – und das Klinikzentrum auf dem Venusberg wächst. Wer lediglich den Finger auf die Verkehrsprobleme legt, verkennt, dass die Region mit der Uniklinik eines der führenden medizinischen Versorgungs- und Forschungszentren besitzt.

Natürlich sind die Anwohner gebeutelt – vom Pendlerverkehr und von den vielen Besuchern, die ständig auf der Suche nach einem Parkplatz sind. Fakt ist, dass der Parkraum innerhalb und außerhalb des Klinikgeländes knapp ist. Aber ganz ehrlich: Einen legalen Bezahlparkplatz habe ich bisher immer gefunden. Man muss aber eben auch bereit sein, ein paar Schritte zu laufen. Die Uniklinik hat in den vergangenen Jahren schon einiges getan, um Stellplätze zu schaffen und um ihre Mitarbeiter dazu zu bringen, auf öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder umzusteigen. Sehr viel mehr kann sie nicht tun.

Der Appell von Klinikdirektor Wolfgang Holzgreve nach dem Bau einer Seilbahn ist deutlich. Klar ist aber auch, dass die Seilbahn alleine nicht reichen wird. Wesentlich effektiver wäre eine grundsätzliche Überarbeitung des Nahverkehrsnetzes. Nach wie vor orientiertes sich an einer sternförmigen Struktur. Das heißt: Egal, von welcher Richtung aus man zur Uniklinik gelangen will, die Fahrgäste müssen in nahezu allen Fällen über den Bonner Hauptbahnhof, um zum Venusberg zu gelangen. Das ist umständlich und kostet zu viel Zeit.Das zu verbessern, wäre eine wichtige Möglichkeit, die Verkehrssituation zu verbessern.