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Das Bundesbüdchen kehrt zurück ins ehemalige Bonner Regierungsviertel

Denkmalgeschützter Kiosk kehrt zurück : Das Bundesbüdchen reist am Sonntag quer durch Bonn

Der denkmalgeschützte Kiosk reist am kommenden Sonntag quer durch die Stadt zur Heussallee. Per Kran wird das Gebäude auf das eigens dafür vorbereitete Betonfundament gesetzt. Die Bäckerei Mauel pachtet den Kiosk von der Stadt.

Am Wochenende soll das letzte Kapitel einer langen Geschichte beendet werden: Das Bundesbüdchen kehrt in das frühere Regierungsviertel nahe seines angestammten Platzes an der Heuss­allee zurück.

Mit einem Tieflader soll der Kiosk, an dem einst auch Deutschlands erster Bundeskanzler Konrad Adenauer Siedewürstchen orderte, am frühen Sonntagmorgen von einem Bauhof in Hersel ins heutige Bundesviertel transportiert werden. Per Kran wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude anschließend auf das eigens dafür vorbereitete Betonfundament gesetzt. „Ich hoffe, dass das Bundesbüdchen den Transport möglichst unbeschadet übersteht“, sagt Peter Storsberg, Vorsitzender des Fördervereins Historischer Verkaufspavillon. Der Verein hatte sich formiert, um das Anliegen des früheren Eigentümers Jürgen Rausch zu unterstützen, der seit Jahren eine Rückkehr des Büdchens gefordert hatte. Der Kiosk musste für den Erweiterungsbau des WCCB weichen.

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Rausch und die Stadt hatten sich einst um die Eigentümerschaft vor dem Landgericht gestritten. Der Gerichtsbeschluss fiel zugunsten Rauschs aus. Inzwischen haben sich die Parteien verständigt, dass das Bundeshäuschen in den Besitz der Stadt Bonn übergeht, an die Bäckerei Mauel verpachtet wird und Rausch monatlich eine Vergütung erhält. „Wir als Förderverein kümmern uns um die Sanierung und um Konzepte, wie wir die politische Dimension dieses Kiosks präsentieren können“, erklärt Storsberg. Mit der denkmalgerechten Sanierung hat der Verein den Bonner Architekten Christof Pfeifer beauftragt. Die Sanierung, die vorbereitenden Tiefbaumaßnahmen sowie Lagerung und Transport kosten Storsberg zufolge rund 400 000 Euro. Die Summe kann dank Zuschüssen der Stiftung NRW, der Deutschen Denkmalschutz-Stiftung, des Bundes und der Stadt Bonn sowie durch Spenden gedeckt werden.