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Coronavirus: Leere Straßen und Plätze in Bonn und der Region

Wegen des Coronavirus : Bonner Straßen und Plätze sind in der Corona-Krise wie leergefegt

Leere Plätze, Straßen und Bahnhöfe: In Bonn und der Region ist das öffentliche Leben durch die Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus deutlich stiller geworden. Der Appell, zu Hause zu bleiben, hat offenbar gefruchtet.

Die Menschen in Bonn und der Region halten sich offenbar weitgehend an das bundesweite Kontaktverbot im Zuge der Corona-Krise. Das öffentliche Leben ist in Folge der umfangreichen Regeln und Maßnahmen der Landesregierung deutlich einschränkt.

Vor allem in der Fußgängerzone der Bonner Innenstadt ist derzeit wesentlich weniger los als üblich. Am vergangenen Samstag waren laut dem Kölner Dienstleister „Hystreet“ 5570 Passanten in der Bonner Sternstraße unterwegs. Zum Vergleich: An einem gewöhnlichen Samstag tummeln sich hier mehr als 40.000 Menschen - ein Rückgang von rund 86 Prozent.

Nicht nur Fotos präsentieren eindrücklich die ungewöhnliche Leere in Bonn und der Region. In der Stadt sind zahlreiche Webcams installiert, die es ermöglichen, mehrere Orte gleichzeitig im Blick zu halten. Die von den kleinen Kameras aufgenommenen Stand- und Live-Bilder zeigen verschiedene Orte und außergewöhnliche Perspektiven.

Kontaktverbot zeigt deutschlandweit Wirkung

Der Appell, zu Hause zu bleiben, zeigt also Wirkung. Die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass der Verkehr auf den Straßen in NRW zurückgegangen ist. 70 Prozent weniger Verkehr als im Vergleichszeitraum 2019 seien für das vorvergangene Wochenende 21./22. März verzeichnet worden, teilte die Verkehrszentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW am Montag für die Autobahnen, Bundes- und Landstraßen mit.

Aber auch bundesweit fruchten das Kontaktverbot und die damit einhergehenden Maßnahmen. An Haltestellen, in Innenstädten und auf Autobahnen waren vergangene Woche bis zu 87 Prozent weniger Menschen unterwegs als sonst. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Datenauswertung von WDR und NDR zusammen mit dem Projekt „everyonecounts.de“. Die Untersuchung umfasst bundesweit mehr als 1600 Orte. Jeder davon wurde über mindestens zwei Tage hinweg ausgewertet, einige sogar über Monate.