150 Jahre Schlossbachschule: Cool und nie langweilig

150 Jahre Schlossbachschule : Cool und nie langweilig

„Coole Schule, Schlossbachschule“, an der es „Langweilig nie wird“ - Beim Festakt lassen die Schüler ihre 150 Jahre alte Schule hochleben.

Dieses Jubiläum hatte sich für die knapp 300 Schlossbachschüler gelohnt. Den 150. Geburtstag feiert man nicht täglich, da darf es in der nächsten Woche – einer Projektwoche – auch mal hausaufgabenfrei sein. Die Belohnung mussten sich die Grundschüler freilich erarbeiten und taten dies im Rahmen zahlreicher Auftritte, die im Zeichen einer Reise in die Vergangenheit und einem Ausblick in die Zukunft standen.

In Form eines Akrostichons posierten 27 Schüler des dritten Jahrgangs mit laminierten Buchstaben. In der richtigen Reihenfolge fügten sich die Buchstaben zu „Jubiläum Schlossbachschule“, mit jeweils einem Satz dem Buchstaben folgend, mit dem die Schüler ihre Schlossbachschule beschrieben.

Sofern es stimmt – und daran ließ keiner der Schüler Zweifel – ist das also eine „Coole Schule, Schlossbachschule“ (C), an der es „Langweilig nie wird“ (L) und die auch „Sportlich gut vertreten“ (S) ist. Einziger Wermutstropfen – die mediale Ausstattung. Zumindest das zweite C verlautete: „Computer funktionieren nicht immer“.

Die Kinder, die das Nachmittagsangebot der OGS wahrnehmen, präsentierten sich farbenfroh auf der Schulbühne. Acht Farben, eine für jede der angebotenen Gruppen, waren versammelt. Das zehnjährige Bestehen 2017 wird die OGS mit einer weiteren Farbe feiern, wie OGS-Leiterin Katrin Thelen verriet: „Die Stadt hat uns eine weitere Gruppe bewilligt. Welche Farbe die bekommen wird, das müssen wir noch sehen.“ Dennoch ist die Kapazitätsgrenze erreicht.

Matrosenanzug und Techno-Outfit

Einen Rückblick auf vergangene Zeiten der Schlossbachschule und den historischen Unterricht, wie er vor 150 Jahren stattfand, brachte die Ausstellung „Schule im Wandel der Zeit“. Ehemalige Schüler, Eltern und Lehrer hatten Bilder, Klassenarbeiten und Relikte aus dem Unterricht beigesteuert, die zeigten, welche Sachaufgaben damals gelöst wurden.

Der Brötchenkauf verpackt als Matheaufgabe war schon damals der Renner – gezahlt wurde freilich mit D-Mark. Historische Ledertaschen und Schreibutensilien, wie sie Schüler vor 150 Jahren nutzten, hatte das Schulmuseum der Nikolausschule bereitgestellt.

Einen Blick in die Vergangenheit warfen die Schüler mit einer sportlichen Modenschau. Beginnend mit der Matrosenanzug-Schuluniform führte der Zeitsprung zur neonfarbenen Technokultur der 90er-Jahre. Der Song „Auf uns“ begleitete die jungen Fußballer, die den aktuellen Zeitgeist verkörperten.