Cassiusbruderschaft Bonn: Päpstliche Ehrung für Josef Feikes

Mitglied der Cassiusbruderschaft : Josef Feikes aus Bonn erhält das päpstliche Ehrenkreuz

Der Bonner Josef Feikes hat das päpstliche Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice für seine Tätigkeit in der Cassiusbruderschaft erhalten. Auch Kirchenmusiker Markus Karras ist für sein Wirken ausgezeichnet worden.

„Treu zu sich und seiner Kirche“, das war der Heilige Martin, das war auch Martin Luther mit seinem Reformbestreben. Und für Pfarrer Wolfgang Bretschneider trifft das auch auf Josef Feikes zu. Der Monsignore verlieh dem Brudermeister der Cassiusbruderschaft am Sonntag in Vertretung des erkrankten Stadtdechanten Wolfgang Picken während der Patronatsmesse der Münsterpfarrei das päpstliche Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice.

Es ist die höchste Auszeichnung des Papstes für einen Laien. Feikes erhält sie für sein Engagement in der Cassiusbruderschaft, der er 1997 beitrat. Sie unterstützt die Gottesdienste und Veranstaltungen an der Münsterbasilika und gewährleistet den Empfang und die Begleitung vieler Gäste. 2000 wurde Feikes zunächst ihr stellvertretender und 2008 ihr Brudermeister. Der 80-Jährige wuchs in Endenich auf, lebt dort heute noch und war stets in der katholischen Gemeinde Sankt Maria Magdalena aktiv. Viele Bonner kennen ihn und seine Frau zudem durch ihre Mitgestaltung der Bonner Stadtkrippe. Mehr als 40.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit habe Feikes geleistet, sagte Bretschneider. „Das hat sich auch herumgesprochen, nicht nur in der Kölner Diözese, sondern, Sie glauben es nicht, bis Rom.“

Feikes erhielt anhaltenden Applaus – ebenso wie am Ende des Gottesdienstes Markus Karras. Er wurde von der Münsterpfarrei dafür geehrt, dass er seit 30 Jahren ihr Kirchenmusiker ist. „Wer auch nur ein bisschen Kirchenmusik hier mitbekommen hat, der weiß, dass wir nicht nur Musik machen – es würde ja auch ohne gehen –, sondern dass wir eine sehr kompetente, qualifizierte Musik haben“, so Bretschneider.

Der Gottesdienst wurde auch vom Bläserensemble des Kardinal-Frings-Gymnasiums begleitet, Martinsdarsteller Martin Heide war ebenfalls gekommen und verteilte Weckmänner. Bretschneider zeichnete das Leben des Heiligen nach, dessen Patronat die Münsterpfarrei nach dem Abbau der ihm geweihten romanischen Kirche in Bonn übernommen hatte. Von der Mantelteilung als Heide bis zum Wirken gegen den bequemen Klerus als Bischof: „Hier wird christlicher Glaube konkret.“ Zugleich sei sein Leben auch eine Mahnung an die katholische Kirche, sich immer wieder zu erneuern. „Es ist notwendig, dass wir glaubwürdig sind.“ Nur so habe die Kirche Zukunft.