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Carsharing in Bonn: Anbieter, Preise und Informationen

GA gelistet : Diese Angebote für Carsharing gibt es in Bonn und der Region

Immer mehr Menschen nutzen Carsharing, statt sich ein eigenes Auto anzuschaffen. Auch in Bonn wächst die Zahl der Anbieter und der Nutzer stetig. Ein Überblick.

128 Carsharing-Fahrzeuge gab es im Jahr 2019 nach Informationen des Carsharing-Bundesverbandes in Bonn. Damit kommen auf 1000 Einwohner 0,39 Fahrzeuge. Bonn liegt im Ranking der rein stationsbasierten Anbieter im deutschen Vergleich auf Platz 32. Zum Vergleich: Köln ist mit 649 Autos auf Platz 17, Troisdorf mit acht Fahrzeugen auf Platz 82. Ein Überblick über die Carsharing-Organisationen in Bonn.

Anbieterbasiertes Carsharing

Scouter

Was steckt dahinter? Scouter ist ein mittelständisches Unternehmen, das seit 2011 existiert und in insgesamt sieben Städten Carsharing anbietet. Die Firma wirbt vor allem mit Einfachheit, Transparenz und Umweltfreundlichkeit. 2017 hat das Unternehmen seine Flotte und Stationen deutlich ausgebaut. Die meisten Buchungen pro Nutzer gab es damals im Städtevergleich übrigens in Bonn.

Wie funktioniert es? Die Autos können nach einmaliger Registrierung auf der Homepage, per App oder telefonisch kostenlos gebucht werden, mit persönlichem Ansprechpartner am Telefon kostet die Buchung 1,50 Euro. Für die Fahrt wird die gebuchte Zeit gezahlt, Kraftstoff ist im Preis enthalten. Hinzu kommt der Kilometerpreis.

Was kostet es? Zwischen 7 und 24 Uhr betragen die Stundenpreise einen bis vier Euro je nach Fahrzeugklasse, von Mitternacht bis sieben Uhr morgens sind es jeweils 50 Cent. Die Wochenpreise belaufen sich auf 100 bis 200 Euro. Die Kilometerpauschale beträgt je 32 Cent bis 100 Kilometer und weiter aufwärts 25 Cent pro Kilometer. Es gibt eine sechsmonatige Kennenlernphase, in der der Monatspreis wegfällt. Danach beträgt er regulär 5 Euro. Außerdem gibt es für Studierende, Familien sowie Besitzer von ÖPNV-Abos oder einer Bahncard Ermäßigungen.

Was wird in Bonn angeboten? In Bonn stehen an 24 Stationen Fahrzeuge zur Verfügung - vom Kleinwagen bis zum Transporter, etwa für Umzüge. Eine Besonderheit in Bonn: Hier bietet Scouter neben dem stationsbasierten Carsharing auch Quartiers-Carsharing, eine Variante des Freefloating-Prinzips, an. In der Süd- und Weststadt stehen viele kleinere, typgleiche Autos zur Verfügung, die aber jeweils keinen festen Standort haben. Erst kurz vor Fahrtbeginn wird dem Kunden das nächststehende Auto zugeteilt.

StattAuto

Was steckt dahinter? StattAuto ist der deutsche Carsharing-Pionier und aus der Umweltbewegung der 1980er Jahre hervorgegangen. Auch heute sieht sich das Unternehmen dem ökologischen Leitgedanken verpflichtet. StattAuto ist in Bonn und Detmold präsent.

Wie funktioniert es? StattAuto-Fahrzeuge können telefonisch, online oder per App reserviert und stunden-, tage- oder wochenweise gebucht werden. Die Fahrzeuge stehen auf reservierten Parkplätzen und können mit einem persönlichen Schlüssel oder einer Karte geöffnet werden.

Was kostet es? Die Anmeldegebühr beträgt 30 Euro, für Studierende fällt sie weg. Die Jahresgrundgebühr beträgt zwischen 24 und 120 Euro. Hinzu kommen gegebenenfalls Sicherheitspakete. Es gibt Start-, Basis-, Business- und Studi-Tarife. Im Basistarif kostet ein Auto je nach Klasse 1,50 bis 3 Euro pro Stunde beziehungsweise 20 bis 33 Euro pro Tag und 119 bis 195 Euro pro Woche. Hinzu kommt jeweils eine Kilometerpauschale. Ein e-Mobil gibt es für einen Euro pro Stunde und 19 Euro pro Tag.

Was wird in Bonn angeboten? In Bonn und der Region, unter anderem in Siegburg, verfügt StattAuto über insgesamt 18 Stationen. Es werden Fahrzeuge aus vier Klassen vom Kleinwagen bis zum Van angeboten.

Cambio

Was steckt dahinter? Das Unternehmen Cambio wurde im Jahr 2000 als Zusammenschluss der Carsharing-Unternehmen "StadtteilAuto Aachen", "StadtAuto Bremen" und "StattAuto Köln" gegründet. Es stellt als Holding in einem franchise-ähnlichen Angebot lokalen Anbietern die nötigen Dienstleistungen zum Betreiben von Carsharing zur Verfügung. Cambio ist in 28 deutschen und 49 belgischen Städten mit mehr als 1100 Stationen präsent. Mehr als 129.000 Kunden sind mit mehr als 3200 Fahrzeugen unterwegs.

Wie funktioniert es? Die Buchung erfolgt telefonisch, über die Webseite oder die App. Die Fahrzeuge stehen auf reservierten Parkplätzen. An den Schlüssel gelangt der Kunde mit Hilfe einer Karte und eines PIN-Codes.

Was kostet es? Die Anmeldegebühr beträgt 30 Euro. Es gibt die Tarife Campus, Basis, Start, Aktiv und Comfort. Je nach Tarif fällt die monatliche Grundgebühr unterschiedlich hoch aus, im Campus- und Basistarif gibt es keine. Die Zeitpreise haben vier unterschiedliche Klassen von 1,10 Euro (XS) bis 4,90 Euro (L). Pro Tag variieren die Preise zwischen 21 und 49 Euro, pro Woche zwischen 147 und 343 Euro. Hinzu kommt jeweils der Kilometerpreis. Besitzer eines VRS-eTickets erhalten Ermäßigungen.

Was wird in Bonn und der Region angeboten? 21 Cambio-Stationen gibt es in Bonn, in Sankt Augustin und Siegburg jeweils eine. In Bonn werden Fahrzeuge aus vier Klasse von XS (Toyota Aygo) bis L (Ford Transporter) angeboten, in Sankt Augustin und Siegburg Fahrzeuge der Klasse S.

Flinkster

Was steckt dahinter? Flinkster ist der Carsharing-Dienst der Deutschen Bahn. In mehr als 400 deutschen Städten verfügt das Netzwerk, das mit mehr als 20 Partnern arbeitet, über mehr als 4500 Fahrzeuge an mehr als 2500 Stationen.

Wie funktioniert es? Nach der Registrierung und Führerschein-Legitimation können per Web, App oder Hotline Flinkster-Fahrzeuge in der Nähe gebucht werden. Geöffnet wird das Fahrzeug per Smartphone oder Kundenkarte, der Fahrzeugschlüssel liegt im Handschuhfach.

Was kostet es? Für Bahncard-Kunden ist die Anmeldung kostenlos. Ansonsten kostet sie 9 Euro. Die Kundenkarte kostet 5 Euro, die Führerscheinprüfung im Shop 20 Euro, per Video ist sie kostenlos. Der Stundenpreis von 22 bis 8 Uhr beträgt 1,50 Euro, von 8 bis 22 Uhr 2,30 Euro. Der Tagespreis beträgt 39, ab dem zweiten Tag 29 Euro. Die Verbrauchspauschale für Kraftstoff oder Strom beträgt 18 Cent pro Kilometer.

Was wird in Bonn und der Region angeboten? In Bonn gibt es 23 Flinkster-Stationen, in Siegburg sind es zwei, in Hennef eine, in Troisdorf fünf und in Niederkassel eine.

Peer-to-Peer-Carsharing

SnappCar

Was steckt dahinter? Ende 2017 ist das niederländische Unternehmen SnappCar in den deutschen Markt eingestiegen, indem es eine der größten privaten Carsharing-Plattformen in Deutschland, tamyca, übernahm. SnappCar hat es sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Autos in Europa bis 2022 um fünf Millionen zu reduzieren. Das Unternehmen sieht sich als "Airbnb für Autos".

Wie funktioniert es? Mit der sogenannten SnappForm kann die Autovermietung komplett digital abgewickelt werden. Jede Buchung ist vollkaskoversichert.

Was kostet es? Der Vermieter verlangt pro Tag einen Betrag für sein Auto. Inbegriffen sind Freikilometer pro Tag, die der Vermieter festlegt. Außerdem muss der Kraftstoff bezahlt werden. Hinzu kommen die Kosten für die Versicherung und die Servicegebühr an SnappCar.

Was wird in Bonn angeboten? In Bonn werden aktuell 18 Autos angeboten. Darunter sind auch mehrere Transporter.

Getaround

Was steckt dahinter? Getaround hat 2019 Drivy übernommen. Die Idee, Drivy zu gründen, hatte im Jahr 2010 Paulin Dementhon aus Marseille in Frankreich. In seiner Nachbarschaft teilten sich drei Familien mit Hilfe einer Excel-Tabelle ein Auto und die damit verbundenen Kosten. Das fand Dementhon angesichts der mit Autos überfüllten Straßenränder seiner Stadt nur logisch und gründete die Plattform für privates Carsharing. Auf Getaround sind nach Angaben des Unternehmens 50.000 Autos und 2,5 Millionen Nutzer aus sieben Ländern registriert.

Wie funktioniert es? Nach einer kostenlosen Anmeldung auf der Homepage kann man über Getaround entweder Autos aus der Nähe mieten oder das eigene Auto anbieten. Bezahlt wird online, das Auto kann, wenn der Besitzer mitmacht, über eine spezielle Technologie per Smartphone geöffnet werden.

Was kostet es? Die Preise pro Stunde für ein Auto variieren. In Bonn werden aktuell Fahrzeuge ab fünf Euro pro Stunde angeboten

Was wird in Bonn angeboten? In Bonn können die Nutzer momentan auf 39 Autos zugreife.

Turo

Was steckt dahinter? Turo wurde 2009 in San Francisco gegründet. Heute werden Autos in mehr als 5500 Städten angeboten, darunter 850 verschiedene Automarken/ -modelle.

Wie funktioniert es? Nach Registrierung und Autorisierung kann das passende Auto in der Umgebung gesucht und gebucht werden. Manche Autos können sofort gebucht werden, bei anderen dauert es bis zu acht Stunden bis zur Zu- oder Absage. Mit dem Vermieter wird ein Treffpunkt zur Schlüsselübergabe vereinbart, oder der Vermieter bringt das Auto zum Ort der Wahl. Zum Schluss muss das Fahrzeug wieder vollgetankt und zu einem verabredeten Rückgabeort gebracht werden.

Was kostet es? Jeder Vermieter bestimmt den Preis selbst, für den er sein Auto stunden- oder tageweise vermietet. So wird etwa ein Skoda Superb in Bonn für 27 Euro pro Tag inklusive 1500 Kilometer Fahrleistung angeboten. Hinzu kommen Gebühren, etwa für die Versicherung, für Extras oder gegebenenfalls dafür, dass der Besitzer das Auto zum Mieter bringt.

Was wird in Bonn angeboten? Turo nennt keine genaue Anzahl an Autos, die in Bonn angemeldet sind, weil diese wöchentlich variiere. Das Angebot in Bonn sei vielfältig und umfasse sowohl "praktische" Fahrzeuge wie etwa einen VW Polo, als auch Luxus-Modelle wie den Tesla S.