Endenich: Bürgerinitiative will das Paulusheim retten

Endenich : Bürgerinitiative will das Paulusheim retten

Die Angehörigen der rund 100 Bewohner des Paulus-Pflegeheimes in Endenich wollen sich nicht geschlagen geben und die geplante Schließung des Hauses an der Sebastianstraße verhindern. Das teilten am Dienstag Ortlieb Fliedner und Jürgen Graff mit, die mit anderen Angehörigen eine Bürgerinitiative "Rettet das Paulusheim" gegründet haben.

Birgit Boy hatte als Vertreterin des Heimträgers, die Alexianer GmbH, am Montag offiziell über die Schließungs- und Verkaufspläne der Alexianer GmbH die Angehörigen informiert und damit eine hochemotionale Diskussion ausgelöst. Dabei hatte die Regionalgeschäftsführerin der GmbH vor allem ökonomische Gründe ins Feld geführt.

Die Wogen der Empörung schlugen hoch, als Boy zudem einräumte, dass bereits ein Makler damit beauftragt sei, Kaufangebote für das rund 20.000 Quadratmeter große Areal einzuholen. "Die Entscheidung war von langer Hand vorbereitet worden und die Angehörigen sind vor vollendete Tatsachen gestellt worden", klagt Fliedner, der der Alexianer GmbH zudem vorwirft, mit ihrer Informationspolitik gegen das Gesetz verstoßen zu haben.

Er, Graff und weitere Angehörige trafen sich nach der Infoveranstaltung im Gasthaus Nolden, wo spontan die Idee geboren wurde , eine BürgerInitiative zu gründen. "Wir wollen den alten Menschen im Heim ihr Recht auf einen sorgenfreien und würdigen Lebensabend sichern und den Endenichern die Möglichkeit erhalten, in vertrauter Umgebung in dem schönen Heim die letzten Lebensjahre zu verbringen", sagte Fliedner.

"Wir werden dafür alle Hebel in Bewegung setzen." Dieter Behrenbruch von der Endenicher CDU kündigte an, in der Bezirksvertretung den Antrag auf Erlass einer Veränderungssperre zu stellen, damit die Politik Einfluss auf die Nutzung des Grundstücks nehmen könne. Die Bürgerinitiative trifft sich zur weiteren Beratung am Montag, 25. März ab 19 Uhr im Gasthaus Nolden, Magdalenenstraße 33.