Antrag in Bonner Stadtrat gestellt: Bürgerbund pocht auf Entscheidung zu Klärschlamm

Antrag in Bonner Stadtrat gestellt : Bürgerbund pocht auf Entscheidung zu Klärschlamm

Der Bürger Bund Bonn und eine Bürgerinitiative sehen bei der Entscheidung um die Klärschlammverbrennung dringenden Handlungsbedarf. Das Zeitfenster für eine Kooperation mit anderen Kommunen ende bald.

Anders als die Jamaika-Koalition sehen der BBB und die Bürgerinitiative „Kein Klärschlamm in die Umweltzone“ in Sachen Zukunft der Klärschlammverbrennung in Bonn durchaus dringenden Handlungsbedarf. Denn die Möglichkeit, als gleichberechtigter Partner für den Bau einer Großanlage zur Klärschlammverbrennung in der Region in eine Kooperation mit Köln und anderen Kommunen einzugehen, ende bald. Darauf hatte die Verwaltung hingewiesen. „Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln haben Bonn noch bis zum 30. Juni Zeit eingeräumt, um als voll stimmberechtigter Gesellschafter der Kooperation beizutreten. Wenn das nicht passiert, hat die Stadt noch die Möglichkeit, bis zum 30. September im Rahmen einer Poolgesellschaft beizutreten“, erklärte Marc Hoffmann vom Presseamt.

Der BBB und die Initiative befürchten, dass bei einem Nicht-Beitritt in die Kooperation nur noch die Alternative in Frage komme, auf dem Areal der Müllverbrennungsanlage in der Weststadt den Klärschlamm zu entsorgen. Das lehnen beide strikt ab. Ein Dringlichkeitsantrag des BBB für die Ratsitzung an diesem Dienstag wird aber wohl keine Mehrheit finden. „Uns wurden schon mehrfach Fristen gesetzt und wieder neue angeboten“, zeigt sich Bert Moll (CDU) gelassen. Es bestehe noch Beratungsbedarf, deshalb gebe es vorerst keine Entscheidung.

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