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Anklage gegen Bonner: Brutale Schläge aus Eifersucht

Anklage gegen Bonner : Brutale Schläge aus Eifersucht

Rasend eifersüchtig und gewalttätig scheint ein 29-Jähriger zu sein, der sich demnächst vor dem Bonner Landgericht verantworten muss.

Wie Gerichtssprecher Michael Bräuer gestern bestätigte, wurde der in Untersuchungshaft sitzende Bonner wegen Vergewaltigung und fünffacher gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Opfer seiner Attacken war laut Anklage die damalige Freundin. Im Internet hatten sich die 19-Jährige und der zehn Jahre ältere Angeklagte vor etwa einem Jahr kennen gelernt. Nach nur wenigen Wochen sollen die beiden zusammen gezogen sein, die anfängliche Harmonie scheint jedoch schnell verflogen zu sein.

Der Angeklagte, der mehrere Kinder aus vorherigen Beziehungen hat, begann damit, seine Freundin zu kontrollieren und zu überwachen, so der Gerichtssprecher. Er soll die 19-Jährige sogar in der Wohnung eingeschlossen haben. Ab Sommer des vergangenen Jahres kam es dann laut Anklage zu fünf brutalen Übergriffen. Zunächst soll der 29-Jährige der jungen Frau nach einer Wohnungsbesichtigung seine Zigarette auf ihrem Kopf ausgedrückt haben. Der Grund: Die 19-Jährige habe bei der Besichtigung einen anderen Mann angeschaut. Darüber soll sich der Bonner derart aufgeregt haben, dass er seine Freundin noch Stunden später in der gemeinsamen Wohnung laut Anklage so brutal schlug und trat, dass sie sogar kurzzeitig das Bewusstsein verlor.

In der Folgezeit scheint es zu weiteren Prügelattacken gekommen zu sein. In der Nacht auf den 26. September folgte der traurige Höhepunkt: Zunächst verprügelte der Mann die 19-Jährige erneut, so Bräuer. Dabei soll der unter anderem wegen eines Verstoßes gegen das Gewaltschutzgesetz Vorbestrafte seine Freundin auch mit einem Duschkopf geschlagen haben. Anschließend scheint er sie vergewaltigt zu haben.

Am Folgetag wurde der mutmaßliche Vergewaltiger dann festgenommen. Die 19-Jährige hatte sich bei einem Besuch ihren Eltern anvertraut. Diese schalteten sofort die Polizei ein. Wann der Prozess beginnen wird, steht noch nicht fest.