Startup-Treff in der T-Gallery: Bonns Gründer-Szene auf Ideensuche

Startup-Treff in der T-Gallery : Bonns Gründer-Szene auf Ideensuche

Wenn sich Bonns größtes Startup-Netzwerk trifft, dreht sich alles um neue Ideen. Doch während hierzulande Angst vor Ideenklau herrscht, preschen US-Startups so schnell wie möglich auf den Markt.

Apple-Gründer Steve Jobs war wohl der meistzitierte Mann an diesem Abend: Wenn es hierzulande um Innovationen und Startups geht, schielt die Gründer-Szene immer auch ins US-amerikanische Silicon Valley. Bonns lokales Netzwerk "Startup Bonn" hat sich am Donnerstagabend in der Telekom Design Gallery getroffen, um über Kreativität zu sprechen. Nachdem das Bonner Netzwerk in der Vergangenheit Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Essen und Trinken, Mode sowie Ausbildung gegeben hatte, drehte sich nun alles um Einfallsreichtum und Geistesblitze. Sieben Startups aus den Bereichen Wohnen, Arbeit, Mobilität und Unterhaltung hatten zudem Gelegenheit, ihre Produkte vor größerem Publikum zu präsentieren.

"Wir haben zwar schon große Events, lassen aber gerne auch relativ junge Startups nach vorne", sagte der Mitbegründer von Startup Bonn Cedric Teichmann. Das Netzwerk biete dem unternehmerischen Nachwuchs zudem Gelegenheit, mit Unternehmen, Experten und Entscheidern in Kontakt zu kommen. In einem Vortrag warb der Unternehmer und Berater Joshua Cohen dafür, sich stärker zu vernetzen. Je mehr Menschen interagieren würden, desto mehr Ideen würden entstehen. "Innovationen entstehen niemals in einem Vakuum", sagte er. Entscheidend sei dabei die Mentalität der Beteiligten: Während man in Deutschland Angst davor habe, dass die eigenen Ideen geklaut werden, fürchte man sich in den USA eher davor, mit einer Innovation zu langsam nach vorne zu preschen.

Zu den sieben Startups, die ihre Ideen schließlich vorstellten, gehörte unter anderem das Startup Mywoofi aus Köln, das Fitnessarmbänder für Hunde herstellt. Die Firma Scanblue stellte ihr System vor, mit dem sich Produkte im Internet dreidimensional bewerben lassen und Philip Schnurr stellte mit "a head screen" eine Idee vor, die eine Schaufensterpuppe und einen Bildschirm zu einer interaktiven Werbepuppe verbindet.

Wie stark Innovationen heute die Märkte durcheinanderwirbeln, wollte Gastgeber Markus Reuter von der Telekom mit einem grünen Wählscheibentelefon verdeutlichen: "Damals hatten wir einen Marktanteil von 100 Prozent", sagte er. Heute sei das Bedürfnis zu kommunizieren stärker denn je. Doch durch Smartphones, Facebook und Messengerdienste habe sich die Art der Kommunikation innerhalb eines Jahrzehnts komplett verändert.

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