1. Bonn
  2. Stadt Bonn

185 Buden und Stände: Bonner Weihnachtsmarkt ist eröffnet

185 Buden und Stände : Bonner Weihnachtsmarkt ist eröffnet

Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe-Reiners gab am Freitagnachmittag auf der Bühne vor dem Sterntor offiziell den Startschuss für den Bonner Weihnachtsmarkt. 185 Buden und Stände laden zum Bummel in der City ein.

Alle Jahre wieder: Der Bonner Weihnachtsmarkt ist eröffnet. Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe-Reiners gab am Freitagnachmittag auf der Bühne vor dem Sterntor offiziell den Startschuss. Doch kaum hat der Budenzauber die Besucher in seinen Bann gezogen, muss er wieder pausieren: An diesem Sonntag, am Totensonntag, bleiben die Stände zu. Doch keine Sorge, ab Montag geht es weiter. Dann ohne Unterbrechung bis zum 23. Dezember. Als Folge auf den Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin blockieren ab sofort tonnenschwere Betonklötze die wichtigsten Zufahrten zum Weihnachtsmarkt. Bonn tut es damit vielen anderen Städten in Deutschland gleich.

Weil die Adventszeit noch nicht begonnen hat, stimmte die Big Band der Musikschule Bonn unter der Leitung von Shawn Spicer die Besucher mit jazzigen Klängen auf das bunte Treiben ein. Poppe-Reiners freute sich, dass neben Kollegen aus der Bezirksvertretung Bonn und dem Stadtrat, darunter ihr Vorgänger Helmut Kollig, auch Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Bürgermeisterin Angelica Kappel zur Eröffnung gekommen waren. „Das verleiht dem Ganzen hier noch einmal eine besondere Würde.“ Ebenfalls unter den Gästen: Eva Bühler, Marketingchefin des General-Anzeigers, und Marco Westphal von den Stadtwerken. Beide Unternehmen sponsern wie in den Vorjahren die festliche Stadttorbeleuchtung anlässlich des Weihnachtsmarktes. Eine besondere Aktion hat sich auch die Interessengemeinschaft Friedrichstraße ausgedacht: Dort haben die Geschäftsleute mit traditionellen Herrnhuter-Sternen einen roten Sternenhimmel installiert.

185 Buden und Stände stehen auf dem Weihnachtsmarkt. Sie bieten alles, was Leib und Seele zusammenhält: Neben Essen und Trinken unter anderem Geschenkartikel, Weihnachtsdekoration und Kunsthandwerk. Natürlich kommen auch die Kleinen nicht zu kurz: Auf dem Münsterplatz wird wieder ein Aktionshaus für Kinder stehen. Hier können Kinder ab sechs Jahren unter pädagogischer Anleitung und Betreuung von Montag bis Freitag jeweils von 16 bis 19 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 19 Uhr spielen, malen und basteln. An vielen Tagen bieten zudem Kunsthandwerker den Kindern zwischen 16 und 18 Uhr im Aktionshaus ein vielfältiges kreatives Angebot. Die Teilnahme ist kostenlos. Ein weiteres Angebot für Klein und Groß ist das Puppenspiel am Sterntor, das jeden Sonntag – außer bei schlechtem Wetter – von 12 bis 12.45 Uhr aufgeführt wird.

Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet

Thema Sicherheit wird groß geschrieben

Nicht dabei sind erst einmal die katholische und evangelische Kirche: Ihre traditionsreiche Kirchenmeile vor dem Münster kann wegen der Sanierungsarbeiten an der mehr als 1000 Jahre alten Basilika, die deswegen auch voraussichtlich zwei Jahre lang geschlossen bleiben musst, in diesem Jahr nicht öffnen.

Natürlich wird das Thema Sicherheit groß geschrieben. Und das nicht erst seit dem Terroranschlag in Berlin: Neben den Betonblockaden wollen Stadt und Polizei auch diese Mal an ihren bewährten Sicherheitsstandards weiter festhalten. So steht wie in den Vorjahren die Mobile Wache der Polizei am Bonner Münster den Bürgern täglich mit Rat und Tat zur Seite. Ebenfalls wird es wieder eine Anlaufstelle des Stadtordnungsdienstes in der Vivatsgasse geben. Nachts ist der Stadt Bonn zufolge ein privater Sicherheitsdienst unterwegs, der gleichzeitig als Brandsicherheitswache zur Verfügung steht. Wie immer warnt die Polizei vor Taschendieben, die in der Vorweihnachtszeit besonders gerne in der Innenstadt ihr Unwesen treiben. „Unsere Streifen werden ein besonderes Augenmerk auf Besucher haben, die ihre Taschen nicht richtig verschlossen haben und sie entsprechend beraten“, erklärte Polizeisprecher Simon Rott. Dabei würden gezielt die sogenannten „Alarm-Glöckchen“ verteilt. Sie sollen nicht mehr wie früher an der Mobilen Wache ausgeteilt werden, weil dies dem Beratungszweck zuwider laufe, so Rott. Die Glöckchen werden an den Taschen befestigt und klingeln beim unerwünschten Griff in die Handtasche.

Nach Angaben von Harald Borchert, Leiter des städtischen Marktamts, werden die Betonklötze nach Emde der Lieferzeit in der City ab 12 Uhr zusätzlich mit Fahrzeugen der Polizei und des Ordnungsamts gesichert. Übrigens: In Bochum hat die dortige Marketinggesellschaft die martialisch anmutenden Durchfahrtssperren aus Beton mit Weihnachtspapier und roten Bändern verpackt.

Die Öffnungszeiten

Die Verkaufsstände auf dem Bonner Weihnachtsmarkt haben bis 23. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Nur am Totensonntag, 26. November, ist er geschlossen. Imbiss- und Ausschankbetriebe dürfen sonntags bis donnerstags bis 21.30 Uhr sowie freitags und samstags bis 22.30 Uhr öffnen. Im Aktionshaus auf dem Münsterplatz werden Kinder bis zum 22. Dezember montags bis freitags zwischen 16 und 19, samstags und sonntags zwischen 13 und 19 Uhr betreut. Einen verkaufsoffenen Sonntag wird es am 17. Dezember in der Bonner City geben.