Treffen für Montag geplant: Bonner Schumacher-Unterstützer zum Gespräch beim Erzbistum

Treffen für Montag geplant : Bonner Schumacher-Unterstützer zum Gespräch beim Erzbistum

Am kommenden Montag wollen die Unterstützer des ehemaligen Stadtdechanten Wilfried Schumacher sich mit Vertretern des Erzbistums Köln zum Gespräch über die Finanzaffäre am Bonner Münster treffen.

In der Diskussion um die Finanzaffäre am Bonner Münster wollen sich das Erzbistum Köln und die Unterstützer des ehemaligen Stadtdechanten Wilfried Schumacher an einen Tisch setzen. In der vergangenen Woche hatte Jürgen Nimptsch, Mitinitiator der Petition für Schumacher und ehemaliger Bonner Oberbürgermeister, angekündigt, dass aus den gestellten Fragen Vorwürfe gegen das Erzbistum werden könnten. Die Initiative mit Nimptsch und Ex-Minister Norbert Blüm an der Spitze wollte bei einer Pressekonferenz an diesem Mittwoch mehr verraten. Am Dienstag sagte sie den Termin jedoch ab. Für Montag ist zunächst ein Gespräch beim Erzbistum geplant. Erst danach wolle man sich wieder öffentlich äußern, so Nimptsch.

Schumacher-Unterstützer wollen „Eskalation verhindern“

Zugleich gibt es neue Vorwürfe in Richtung Köln: In seiner Pressemitteilung spricht Nimptsch von „aus unserer Sicht unrichtigen Angaben“, die das Erzbistum Köln in seinem Faktencheck zur Petition veröffentlicht habe. Weihbischof Ansgar Puff habe außerdem im GA-Interview „nicht zutreffende Aussagen“ gemacht. Die Initiative, die schon zu zwei Pressetermine vor den Märtyrer-Köpfen am Bonner Münster geladen hat, warf dem Erzbistum eine „Medienoffensive“ vor. Nimptsch befürchtet, „dass nun eskalierende Momente entstehen können, die jedenfalls von unserer Seite nicht gewollt sind. Um diese Eskalation zu verhindern, haben wir den Erzbischof um ein Gespräch gebeten.“

Die Pressestelle des Erzbistums teilte am Dienstag mit, Generalvikar Markus Hofmann werde sich mit Initiatoren der Bonner Petition zugunsten von Monsignore Wilfried Schumacher zu einem Gespräch treffen. Er habe für Montag nach Köln eingeladen. „Beide Seiten verbindet der Wunsch nach umfassender Transparenz“, sagte der Generalvikar in der Pressemitteilung – und mit Blick auf Bonn: „Wir haben das gemeinsame Interesse, dort zusammen mit den Menschen einen Neuanfang zu gestalten.“

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