Ehrenamt: Bonner Schüler erhalten Urkunden für ehrenamtliche Arbeit

Ehrenamt : Bonner Schüler erhalten Urkunden für ehrenamtliche Arbeit

Sie sind Technik-Profis, Schulsanitäter oder begleiten Senioren, und sie helfen gerne: 77 Jugendliche aus 17 Bonner Schulen sind gestern für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch verteilte im Gobelinsaal des Alten Rathauses Urkunden an die fleißigen Helfer.

In Bonn seien alle Menschen darauf angewiesen, dass Einzelne etwas Ehrenamtliches leisten, sagte Nimptsch. "Es gäbe überhaupt nicht 80 000 Menschen, die in unseren Sportvereinen Sport treiben könnten, wenn es da nicht ganz viele Ehrenamtliche gäbe, die etwas leisten. Und dies in der Schule schon zu beweisen, zu erproben, zu lernen, ist ein wunderbarer Weg."

Die Schüler zeigten damit, "dass sie für andere da sind und dass sie bereit sind, einen ganz persönlichen wichtigen Beitrag dazu zu leisten, dass das Zusammenleben funktioniert". Sie hätten deshalb "Dank und Anerkennung der Bundesstadt Bonn für dieses beispielhafte ehrenamtliche Engagement", wie es in der Urkunde heißt, verdient.

Geehrt wurden unter anderem die Eine-Welt-AG am Clara-Fey-Gymnasium, die seit ihrer Gründung rund 810 000 Euro für Schulprojekte in Ghana gesammelt hat, die Mitglieder des Schüler-Cafés an der Carl-Simrock-Schule für ihren täglichen Einsatz, die Care-Gruppe an der Marie-Kahle-Gesamtschule, die syrischen Flüchtlingen hilft, und die Klassenpaten des Kardinal-Frings-Gymnasiums, die Fünftklässlern den Einstieg in den neuen Schulalltag erleichtern.

Einige Technik-AGs, ein engagierter Schülervertreter vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, ein Medienscout an der Siebengebirgsschule und andere erhielten die Urkunde.

Wie und warum engagierst du dich ehrenamtlich?

"Wir haben gesehen, dass Engagement viele Gesichter hat", sagte der Oberbürgermeister. "Ein solches Engagement ist keine Selbstverständlichkeit." Die Schulen hatten Vorschläge an die Stadt eingereicht, aus denen dann einzelne Gruppen ausgewählt wurden, wobei darauf geachtet wurde, dass die Schulen über das ganze Bonner Stadtgebiet verstreut sind.

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