Kollege angeschossen: Bonner Polizist nach tödlichem Schuss suspendiert

Kollege angeschossen : Bonner Polizist nach tödlichem Schuss suspendiert

Der 22-jährige Polizist, der einen Kollegen im Bonner Polizeipräsidium angeschossen und dadurch tödlich verletzt hatte, ist vom Dienst suspendiert worden. Ob er jemals in den Polizeidienst zurückkehrt, ist unklar.

Die Ermittlungen im Fall des jungen Polizisten Julian Rolf, der im Polizeipräsidium von einem Kollegen angeschossen wurde und an den Folgen verstarb, dauern an. Das teilte die Staatsanwaltschaft auf GA-Anfrage mit. Sie geht davon aus, dass es sich in dem Fall um eine fahrlässige Tötung handelt. Der 22 Jahre alte Schütze ist nach Auskunft seines Anwalts Christoph Arnold nach wie vor krank geschrieben, außerdem wurde er vorläufig vom Dienst suspendiert.

Seinem Mandanten gehe es nicht gut. Ob er jemals in den Polizeidienst zurückkehrt, könne er nicht sagen. Die Frage, wie er mit der Dienstwaffe umgegangen sei, müsse geklärt werden. Das sei der Knackpunkt. Zudem sei „nicht abzusehen, ob er sich eine Rückkehr jemals wieder selbst zutrauen würde“, so Arnold. Wie berichtet, waren die beiden Polizisten Ende November auf dem Weg zu einer Einsatzübung im Präsidium, als Rolf in den Hals geschossen wurde. Zeugen gibt es keine. Der 22-Jährige hatte angegeben, dass sich der Schuss versehentlich gelöst habe. Genau das soll jedoch durch verschiedene Sicherungsmechanismen verhindert werden.

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