Traditioneller Besuch: Bonner Oberbürgermeister dankt städtischen Betrieben

Traditioneller Besuch : Bonner Oberbürgermeister dankt städtischen Betrieben

An Feiertagen arbeiten, wenn andere Feiern, ist in vielen Familien ein großes Diskussionsthema. Gerade an Heilig Abend oder Silvester sind viele Menschen an Arbeitsstellen tätig, die den Betrieb einer Stadt aufrechterhalten.

Nicht alle Berufstätigen können somit die Weihnachtsfeiertage ungestört mit ihrer Familie verbringen. Sie werden gebraucht, weil es ohne sie auch an den Festtagen nicht läuft.

Polizei, Feuerwehr und das Krankenhauspersonal müssen wie gewohnt zu jeder Zeit des Jahres aktiv sein. Besonders zur Weihnachts- und Silvesterzeit geschehen vermehrt alkoholbedingte Unfälle auf den Straßen, wissen Polizei und Feuerwehr aus langjähriger Erfahrung zu berichten. Genauso müssen die Verkehrsmittel, Bahn und Bus sowie Taxi weiter funktionieren, damit alle pünktlich bei ihren Vertrauten sind. Viele weitere Berufe sind auch an den Feiertagen gefordert, wenn andere feiern.

Den Vormittag des 24. Dezember nutzt traditionell der Bonner Oberbürgermeister, um stellvertretend für viele Arbeitsstellen der städtischen Betrieben bei Altenheimen und der Feuerwehr vorbeizuschauen und den dortigen Mitarbeitern für ihren ganz speziellen Einsatz zu danken. Neben der Wache Gabi am Bonner Hauptbahnhof suchten Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Stadtdirektor Wolfgang Fuchs das Seniorenhaus Sankt Elisabeth auf.

Von dort brachten die beiden Dankesgrüße auch den Berufsfeuerwehrleuten der Wache 3 an der Friesdorfer Straße mit. Die dort tätige Schicht von 16 Feuerwehrleuten sowie einem Notarzt und zwei weiteren Rettungssanitätern des Malteser Hilfsdienst befragte Bonns Oberbürgermeister auch nach ihren Wünschen und Sorgen. Als Wachabteilungsleiter erläuterte Brandoberinspektor Florian Mutz, dass der Feiertagsdienst schon sehr eng mit den einzelnen Kollegen abgestimmt sei.

Freiwillig würde frühzeitig entschieden, wer denn zum Schichtdienst an Weihnachten arbeitet. Auf Familien mit Kindern nimmt man bei der Feuerwehr sehr viel Rücksicht, sagte Mutz. Er sprach auch das seit Jahren schon diskutierte Thema des Umbaus des Bad Godesberger Wachgebäudes an. Die Umsetzung des Wunsches, das über vierzig Jahre alte Gebäude mit Aufenthalts-, Sozial- und Schlafräumen auf modernen Stand zu bringen, könnte vielleicht bis Ende 2018 in die Umsetzungsphase gehen.

Wenn die Umbaumaßnahme dann erfolgt, müssen die Berufsfeuerwehrleute für die Bauzeit in Containern auf dem Feuerwehrgelände untergebracht werden. Die Planungen für die Ausschreibung sind angelaufen, wie Stadtdirektor Wolfgang Fuchs bestätigte. Die Planungen selbst sollen ab Februar 2018 erfolgen und mit dem Baubeginn rechnet Fuchs nicht vor Jahresende.

Oberbürgermeister Sridharan dankte den im Feuerwehrdienst tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, bei den nie planbaren Einsätzen den Schutz von Menschen sicherzustellen. Dem Dank schlossen sich auch der Chef der Bonner Berufsfeuerwehr, Jochen Stein, und sein Stellvertreter Carsten Schneider an.

Die beiden hatten den diensttuenden Feuerwehrleuten und Rettungssanitätern als kleines Weihnachtsgeschenk feuerwehrrote Zollstöcke mit dem Schriftzug der Bonner Berufsfeuerwehr mitgebracht. Von Bad Godesberg führte Jochen Stein und Carsten Schneider mit weiteren Führungskräften der Berufsfeuerwehr die weihnachtliche Rundreise am Sonntag noch zur Rettungswache nach Lengsdorf und zur Löscheinheit nach Duisdorf. Ashok Sridharan und Stadtdirektor Wolfgang Fuchs wurden bei ihren Besuchen vom Leiter der Bürgerdienste, Günter Dick, und vom Leiter des Stadtordnungsdienstes, Carsten Sperling, begleitet.

Rene Fuchs, elfjähriger Sohn des Bonner Stadtdirektors, nutzte die seltene Gelegenheit, seinen Vater mal zu begleiten und er testete in der Feuerwache Bad Godesberg den Sitz der Drehleiter – ob er dann später mal den Beruf des Feuerwehrmannes erlernen wollte, verriet er allerdings nicht.

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