"AIAS – Studierende gegen Blutkrebs": Bonner Hochschulgruppe organisiert DKMS-Aktion

"AIAS – Studierende gegen Blutkrebs" : Bonner Hochschulgruppe organisiert DKMS-Aktion

Die neue Hochschulgruppe „AIAS – Studierende gegen Blutkrebs“ führt ihre erste DKMS-Registrierungsaktion durch. Alleine am Montag registrierten sich 90 Personen.

Aias, der Held der Trojanischen Kriege, hatte der griechischen Mythologie zufolge den Ruf, ein mutiger Krieger mit einem guten Herzen gewesen zu sein. Deshalb hat sich der gemeinnützige Hochschulverein „Aias – Studierende gegen Blutkrebs“ vor fünf Jahren nach ihm benannt. Die nunmehr 28. Gruppe wurde im Oktober in Bonn gegründet und organisierte am Montag am pharmazeutischen Campus der Uni Bonn und am Dienstag in der Mensa Nassestraße ihre erste Registrierungsaktion für die DKMS.

Sina Weinhuber hat mit derartigen Aktionen schon Erfahrung. Bevor sie nach Bonn zog, hatte sie die Gruppe in Passau gegründet. Ziel ist es, möglichst viele Studierende und Hochschulmitarbeiter dazu zu bringen, sich als Stammzellenspender zur Verfügung zu stellen. Dafür wolle man laut Weinhuber pro Semester mindestens eine Registrierungsaktion starten. Sie hat eine sehr persönliche Motivation. „Meine Mutter war an Blutkrebs erkrankt.“ Durch eine Stammzellentransplantation habe sie noch ein paar Jahre länger leben können, so die Studentin. Ihr Engagement für die DKMS sei ein Dankeschön und eine Kampfansage an den Blutkrebs: „Leben retten kann einfach sein.“

Die 16 Mitglieder der Bonner Gruppe und ihre rund 50 Helfer hatten für diese Aktion im Foyer der Mensa eine Tombola aufgebaut. Jeder, der sich registriert hatte, konnte an der Verlosung teilnehmen. Daneben stand eine Tafel, auf der unter dem Schlagwort „Helden“ eine Strichliste geführt wurde. Am Ende waren 243 Striche darauf, damit war Weinhuber sehr zufrieden. Am Montag registrierten sich 90 Personen.

Auch Marvin machte dort einen Strich, nachdem er im Café Eleven mit Wattestäbchen einen Mundabstrich gemacht hatte. Er wollte das schon länger machen, aber irgendwie kam es nie dazu. Die Gelegenheit nutzte auch Pia Kramer. Sie habe sich ein Abstrichset schon im Internet bestellen wollen. Das kann sie sich jetzt sparen. Angst wegen des Prozedere, wenn Stammzellen entnommen werden – entweder durch einen direkten Eingriff ins Knochenmark oder durch die Verabreichung von Medikamenten, die grippeartige Symptome mit sich bringen – habe sie nicht: „Man sollte die Hilfe für Blutkrebspatienten höher werten als das, was man dafür durchmachen muss.“

Infos auf aias.de

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