Verzögerung bei Parkumbau: Bonner Baumschulwäldchen wird später fertig

Verzögerung bei Parkumbau : Bonner Baumschulwäldchen wird später fertig

Das Baumschulwäldchen soll in den nächsten Tagen eröffnet werden. Vandalismus, Lieferschwierigkeiten und Neugestaltung der Wege haben die Arbeiten um mehr als zwei Monate verzögert. Ein Rundgang durch die Anlage.

Die Bänke stehen, die Bäume sind gepflanzt und auch der Spielplatz nimmt Formen an: Etwa zwei Monate später als geplant soll in den nächsten Tagen das Baumschulwäldchen eröffnet werden. Derweil beschäftigt vor allem das Grün die Landschaftsgärtner: Durch die Hitze müssen sie die Pflanzen durchgehend wässern. An einigen Stellen ist der eingesäte Rasen noch nicht gewachsen.

„Die Arbeiten werden Mitte August grundsätzlich abgeschlossen sein. Bänke, Mülleimer, Fahrradständer und Poller sind schon installiert und die Bänke werden bereits genutzt“, sagt Andrea Schulte vom städtischen Presseamt. Während die Firma Harbor noch mit einigen Aufbauten beschäftigt ist, spazieren bereits Mütter mit Kinderwagen und Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern über die Wege. Auf größere Absperrungen habe man deshalb während der gesamten Bauzeit verzichtet, wie Projektleiter Valentin Dreisen erklärt. Dessen Landschaftsarchitekturbüro scape aus Düsseldorf hatte sich mit dem Entwurf für das Baumschulwäldchen in einem Wettbewerb durchgesetzt.

Tragschichten der Wege mussten erneuert werden

Dennoch sind einige Bereiche noch nicht zugänglich: Rasenflächen, die gerade erst eingesät wurden, sind mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Mit Sprinkleranlagen werden sie bewässert, damit sie möglichst schnell nachwachsen. „Bis man den jungen Rasen betreten kann, kann es aber noch etwas dauern“, sagt ein Gärtner der Firma Harbor, die vor Ort arbeitet und auch die Bäume gepflanzt hat.

Dass sich die Fertigstellung verzögert hat, liegt laut Schulte vor allem an den neuen Wegen durch die Parkanlage. „Für sie war ursprünglich geplant, etwa die Hälfte der vorhandenen Tragschichten wiederzuverwenden“, sagt sie. In diesen Bereichen sollten lediglich die beiden oberen Schichten abgetragen und neu aufgebracht werden. Während der Bauarbeiten habe sich aber herausgestellt, dass große Teile der vorhandenen Tragschichten nicht mehr funktionsfähig waren.

„Deswegen war der Aufwand für die höher als ursprünglich geplant.“ Auch die große Kletteranlage, die derzeit noch eingezäunt ist, hätte viel früher fertig werden sollen. „Es gab herstellerbedingte Lieferschwierigkeiten, die ebenfalls zu zeitlichen Verzögerungen geführt haben“, so Schulte. Die restlichen Spielgeräte wurden bereits aufgestellt. Anfang August soll die sicherheitstechnische Abnahme folgen – erst dann dürfen sie für die Öffentlichkeit freigegeben werden.

Eine Bank am Kleinkindspielplatz ist noch während der Bauarbeiten durch Vandalismus zerstört worden, Unbekannte hatten sie mit Hilfe von Zeitungspapier in einer Mainacht angezündet. „Eine Ersatzbank wird, bedingt durch eine längere Lieferzeit, voraussichtlich Mitte August installiert werden können“, sagt Schulte. Im Herbst würden dann noch Zwiebelpflanzen in die Erde gebracht und der neue Riesenmammutbaum nachgepflanzt. Ein Exemplar war kurz nach dem Einpflanzen eingegangen.

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