Bonn: Neue Läden in der City - Das ändert sich in der Innenstadt

Neue Läden öffnen in der City : Das ändert sich in der Bonner Innenstadt

Es gibt Neuigkeiten beim Einzelhandel in der Innenstadt. Am Markt gibt es etwa einen neuen japanischen Imbiss, der Teigtaschen anbietet. Außerdem wird bald eine Filiale von Manufactum eröffnet.

In der Bonner City herrscht ein stetiges Kommen und Gehen: So haben unter anderem im Herzen der Innenstadt am Markt einige alteingesessene Läden geschlossen, in die jetzt nach und nach neue Mieter einziehen. Eröffnet hat bereits im ehemaligen Mc Donald’s ein Döner-Imbiss.

Und in der früheren Reinigung, die in unmittelbarer Nähe des Schnellrestaurants jahrzehntelang für saubere Kleidung gesorgt hat, gibt es jetzt ebenfalls etwas zu essen: „Homei“ heißt der Imbiss, wo seit einigen Tagen Gyoza, japanische Teigtaschen, in allen Variationen frisch zubereitet werden.

Am Markt entsteht eine weitere Fressmeile

Damit ist auf der Seite des Marktplatzes eine weitere kleine Fressmeile entstanden. In einem Ladenlokal gegenüber, wo bis vor Kurzem das Modelabel Gerry Weber Kleidung und Accessoires angeboten hat, geht es demnächst wieder um die schönen Seiten des Lebens: Dort wird voraussichtlich im nächsten Frühjahr eine Filiale von Manufactum eröffnet. Das Angebot reicht von der Armbanduhr bis zur Aufschnittmaschine, von der Gartenschere bis zur Gesichtsseife, vom Notizbuch bis zur Nachttischleuchte oder von der Daunenjacke aus Recyclingfaser bis zum Reparaturservice. Die Verkaufsfläche beträgt 350 Quadratmeter; die Umbauarbeiten werden demnächst beginnen.

Das Ladenlokal am Markt steht wieder leer: Nachdem dort einige Jahre Mode verkauft wurde, wird nun wieder umgebaut. Eine Manufactum-Filiale soll einziehen. Foto: Benjamin Westhoff

Manufactum setzt, so schreibt die Sprecherin des Unternehmens, zu dem auch das „Magazin“ in Bonn an der Berliner Freiheit gehört, „auf hochwertig verarbeitete, reparierbare Produkte sowie eine zeitlose Gestaltung“. Manufaktur ist stationär in zehn deutschen Städten und in Wien vertreten.

Neue Apotheke in der Sternstraße

Ein Stück weiter beginnt die Sternstraße, und dort wird schon lange in der bisherigen Löwen-Apotheke umgebaut. Dort soll, so berichten Nachbarn, wohl wieder eine Apotheke Einzug halten. Ein Grund für die Umbauarbeiten seien die neuen Bauvorschriften unter anderem für Apotheken, die künftig barrierefrei erreichbar sein müssen. Eine Baustelle ist auch das Ladenlokal nebenan, in dem einst alles rund um den Friseurbedarf angeboten wurde. Auch dort, so sagt die Eigentümerin, werde unter anderem ein barrierefreier Eingang geschaffen. Wer der künftige Nutzer sein wird, wisse sie noch nicht. „Es kommt in jedem Fall wieder ein Einzelhandelsgeschäft hinein“, sagte sie.

Weil der Mietvertrag endet, schließt nach 28 Jahren eine Filiale des Schuhhauses Landgraf an der Vivatsgasse/Ecke Bottlerplatz. Dort ist der Räumungsverkauf im vollen Gange. Und nebenan, wo einst ein Reisebüro zu Hause war, werden demnächst vor allem Getränke auf Teebasis kredenzt: Teamate lautet der Name des neuen Teehauses, das bisher Filialen in Düsseldorf und in Neuss betreibt.

In der früheren Apotheke Werner am Friedensplatz ist jetzt „CalitO eSmoke“ zu Hause und in der Friedrichstraße gehen die Lichter aus – jedenfalls bei der Lichterei. Inhaber York Wilms-Posen, seit 1980 im Einzelhandel tätig, zieht damit die Konsequenz aus einer „negativen wirtschaftlichen“ Entwicklung, wie er sagt. Die Reparatur von Lampenschirmen und die Lichtplanung wolle er allerdings fortführen. Wilms-Posen sieht sich als Teil einer allgemeinen Entwicklung, die viele bedauern ohne jedoch entgegenzuwirken. Er wünscht sich daher mehr Bewusstsein bei denen, die mit ihrer Bestellung im Internet diese Entwicklung beschleunigen und dem Handel in der Innenstadt damit fernbleiben. 14 Jahre war der Diplom-Kaufmann Wilms-Posen in der Friedrichstraße tätig, er gehört zu den Mitbegründern der Interessengemeinschaft (I.S.G.) Friedrichstraße.