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Bonn-Gronau/-Hochkreuz: Steine und Glasflaschen auf die A562 geworfen

Haltestelle „Rheinaue“ : Unbekannte werfen Steine auf die Autobahn

Bereits zum dritten Mal in kurzer Zeit haben Unbekannte Glasflaschen und Steine von der Haltestelle „Rheinaue“ auf die Fahrbahn der A562 geworfen. Ein Auto wurde durch einen Pflasterstein beschädigt.

Steine- und Flaschenwerfer haben in den vergangenen Wochen die A562 unsicher gemacht. An drei Tagen flogen Gegenstände von der Haltestelle Rheinaue aus auf die Autobahn, in einem Fall beschädigten faustgroße Pflastersteine ein Fahrzeug. Die Polizei hat zwar Täterbeschreibungen, bislang aber noch keine konkrete Spur.

Am 11. Juni meldete ein älteres Ehepaar, das mit dem Fahrrad auf dem Radweg unterwegs war, dass ein etwa 30 Jahre alter, braun gebrannter Mann mit Glatze Steine auf die Fahrbahn schmeißen würde. Die Haltestelle verläuft in der Mitte der beiden Fahrbahnrichtungen, kurz bevor die Autobahn mit der Südbrücke über den Rhein führt. Die Polizei war zwar binnen weniger Minuten vor Ort. „Aber der Täter verschwand vorher über den Abgang, die Nahbereichsfahndung war nicht erfolgreich“, sagt Polizeisprecher Simon Rott. Unterhalb des Bahnstopps entdeckten die Ermittler auch die Stelle, an der die Pflastersteine vorher herausgenommen worden waren.

Einen Tag später wiederholte sich die Szenerie: Diesmal flogen nicht nur Steine, sondern auch Glasflaschen, deren Scherben die Polizisten auf der Fahrbahn fanden. „Die Tat geschah gegen 19.30 Uhr, Zeugen beobachteten einen Mann Mitte 60, mit grauen längeren Haaren und schlanker Statur dabei“, sagt Rott. Der Täter konnte dennoch entkommen. Wann genau das dritte Mal Steine und Glasflaschen geworfen wurden, weiß die Polizei bislang nicht. Ein Mann fuhr am 18. Juni um 6.30 Uhr mit seinem Auto über einen Naturpflasterstein.

Um weitere Hinweise zu erhalten, wertet die Polizei die Überwachungskameras der Bahnsteige aus. „Die Gegenstände wurden nach bisherigen Feststellungen nicht gezielt auf Fahrzeuge geworfen“, sagt Rott. Das mache sie aber nicht minder gefährlich. Die Schäden am Fahrzeug durch das Drüberfahren seien die eine Sache. „Aber wenn Gegenstände auf der Fahrbahn liegen, kommt es immer wieder zu Gefahrensituationen, weil man beispielsweise ausweichen will und es zu Zusammenstößen mit anderen Autos kommen kann.“ Deshalb rät die Polizei, zunächst die Fahrt zu verlangsamen und dann, wenn es gefahrlos möglich ist, auszuweichen, und nicht hastig das Lenkrad zu verreißen. „Man sollte auf der Autobahn nicht aussteigen und die Gegenstände selbst wegräumen“, sagt Rott. Stattdessen sei es besser, die Polizei über den Notruf 110 zu informieren, die dann die Stelle absichere.

Zeugen können sich unter der ☎ 0228/150 melden.