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Bonn: Fußgängerampel am Uni-Hauptgebäude geht nach heftiger Debatte wieder in Betrieb

Uni-Hauptgebäude in Bonn : Stadt nimmt Fußgängerampel nach heftiger Debatte wieder in Betrieb

Die erneute Öffnung des City-Rings in Bonn hat auch Folgen für den Fußgängerüberweg am Uni-Hauptgebäude. Die Ampel nimmt ihren Betrieb wieder auf - zuvor gab es darüber aber eine heftige Debatte im Rat.

Ist eine Ampel nun Sache des Stadtrates oder doch Angelegenheit der Bezirksvertretung, also des sogenannten kleineren Rates? Stünde die Ampel, die Montagabend im Stadtrat Stein des Anstoßes war, nicht an der Straße Am Hof in der Innenstadt und damit am Cityring, dann wäre die Sache vermutlich klar gewesen, und niemand im Rat hätte sich mit dem Thema befasst. So aber entzündete sich aufgrund des Antrags des Bürger Bundes Bonn (BBB), die Fußgängerampel in Höhe Fürstenstraße gegenüber dem Uni-Hauptgebäude wieder in Betrieb zu nehmen, eine heftige Debatte.

Dabei ging es weniger um die Ampel, als vielmehr um die allgemeine Verkehrspolitik in Bonn und im Detail um die Verkehrsführung auf dem Cityring. Wie schon am Donnerstag, als der Rat zum ersten Teil seiner Sitzung zusammentrat und dort in geheimer Abstimmung mit Mehrheit die Kappung des Cityrings gekippt hatte, so kündigte Grünen-Ratsherr Hartwig Lohmeyer auch im Fall der Ampel an, dass Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe-Reiners (Grüne) rechtliche Schritte auch gegen diese Entscheidung prüfen lassen wolle.

Am Donnerstag ging es ursprünglich um den neuen Radstreifen in der Rathausgasse in Richtung Rhein, der beibehalten werden soll. In dem Zusammenhang hatten CDU und FDP den Änderungsantrag gestellt, die als Testlauf eingeführte Kappung des Cityrings in Höhe Wesselstraße und Busbahnhof wieder aufzuheben. Bert Moll, planungspolitischer Sprecher der CDU, hatte diesen Antrag damit begründet, dass die Reuterstraße einen Bypass zur Entlastung brauche, der die Autofahrer über die Kaiserstraße am Hauptbahnhof vorbei in Richtung Westen führen solle.

Besagte Fußgängerampel, die man wegen der Kappung des Cityrings und des damit verbundenen geringeren Verkehrsaufkommens in dem Straßenzug als nicht mehr erforderlich erachtet hatte, soll jetzt wieder in Gang gesetzt werden, wie der Rat mit Mehrheit beschloss. Die Kosten für die Stilllegung der Ampel sowie die für den neuen Radweg nötige Demarkierung der Bussonderspur in der Rathausgasse sowie die Markierung für den neuen Radstreifen schätzt die Verwaltung übrigens auf rund 25.000 Euro.