Kulturstandort Bonn: Bonn-Festival an elf Standorten

Kulturstandort Bonn : Bonn-Festival an elf Standorten

Der neue Verein Bonnpop will die Kulturszene in der Stadt stärker sichtbar machen. Und sich für mehr Geld für die freie Szene einsetzen. Am Freitag, 10. November, lädt der Verein zum ersten Bonn-Festival ein.

Elf Locations, ein Ticket und vor allem ein schöner Abend und eine wilde Nacht mit jeder Menge Musik: In Anlehnung an die Theaternacht lädt der Verein Bonnpop am Freitag, 10. November, mit einer bunten Mischung aus Konzerten, Theater, Performances und Partys zum ersten Bonn-Festival ein und stellt sich damit zugleich der Öffentlichkeit vor. Der Zusammenschluss aus zahlreichen Veranstaltern, Spielstätten und weiteren Akteuren der lokalen Kulturszene will sichtbar machen, was in der Stadt alles passiert, will aufmerksam machen und sich als zentraler Knotenpunkt etablieren.

„Wir ziehen tatsächlich alle an einem Strang“, betont die zweite Vorsitzende Natascia Cuschié (Fabrik 45) bei einer Pressekonferenz, in der sowohl das Festival als auch der konzeptionelle Überbau noch einmal erläutert werden sollen. „Eine Kooperation in dieser Größenordnung hat es in Bonn bislang noch nicht gegeben. Wir haben mit Bonnpop eine effektive Vernetzung umgesetzt mit jeder Menge Synergien und neuen Ideen, die sich zum Teil auch schon im Festival niederschlagen.“

Vielfältiges Programm

Das Programm erweist sich in der Tat als vielfältig. Unter anderem spielt in der Ermekeilkaserne die Jojo Hausband auf, im Brückenforum spielen die Blümchenknicker, Millenia und Heldenviertel; im Waschsalon Innovation Point (Kaiserstraße 1b) steht „raumverwandelnde Kunst“ im Mittelpunkt, in der Fabrik 45 (Hochstadenring 45) Travestie à la carte und in der N8lounge (Franzstraße) die Kultparty „Genießt es, wer weiss wann es wieder was gibt“. „Wir hoffen natürlich, dass die Besucher auch das Angebot wahrnehmen“, betont Rockauen-Organisatorin Maria Hülsmann, die als Pressesprecherin des Vereins fungiert. Denn auch wenn die Tickets wie eben bei der Theaternacht zunächst an eine Startveranstaltung gebunden sind, ist doch ein reger Austausch zwischen den einzelnen Spielstätten jederzeit möglich und auch ausdrücklich gewünscht. Für Busse und Bahnen gilt das Ticket allerdings nicht.

Das Bonn-Festival soll jedoch nur der erste Hauch der wachsenden Präsenz des Vereins sein. „Unser Ziel ist es, eine wichtige Rolle im kulturellen Gesamtbild der Stadt zu spielen und dieses hör- und erlebbar zu machen“, betont Hülsmann. „Dazu könnte zum Beispiel auch irgendwann ein fester Platz im Kulturausschuss gehören“, fügt Cuschié hinzu. Oder ein gewisses Budget für Beethoven 2020 und darüber hinaus. „Bislang erhalten wir seitens der Stadt keine Förderung“, sagt der Vereinsvorsitzende Julius Teske. „Dabei wäre es wünschenswert, wenn die freie Szene stärker bedacht würde als bisher. Dafür wollen wir uns einsetzen.“

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