Statistik zu Betreuungsplätzen: Bonn bietet insgesamt 13.345 Plätze für Kinder

Statistik zu Betreuungsplätzen : Bonn bietet insgesamt 13.345 Plätze für Kinder

Die Ü3-Versorgungsquote bei Kitaplätzen in der Stadt Bonn liegt bei mehr als 100 Prozent. So sehen die Zahlen im Detail aus:

Der General-Anzeiger hat bei der Stadtverwaltung zum Thema Betreuungsplätze nachgefragt.

Wie viele Betreuungsplätze werden 2018/2019 im Stadtgebiet zur Verfügung stehen?Im kommenden Kindergartenjahr sollen laut Verwaltung insgesamt 13 345 Betreuungsplätze in Kitas und Tagespflege angeboten werden, darunter 4013 Plätze für U3-Kinder, das entspreche dann einer U3-Versorgungsquote von 41,6 Prozent. Für Ü3-Kinder soll die Quote bei fast 101 Prozent liegen. Es zeichne sich allerdings ab, dass die bisherigen Zielversorgungsquoten nicht mehr den tatsächlichen Bedarf widerspiegelten.

Zur Überprüfung des aktuellen Bedarfs habe man 2017 eine Elternbefragung durchgeführt. Deren Ergebnisse würden in die Fortschreibung der Kindergartenbedarfsplanung einfließen, die voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte vorliege.

Wie kann es eine Versorgungsquote von mehr als 100 Prozent geben?Die Quoten für Ü3-Kinder bezieht sich laut Jugendamt auf die Kinder der Altersklasse von drei bis unter sechs Jahren zum Stichtag 31. Dezember. Da jedoch die Schulpflicht für Kinder beginne, die bis zum 30. September eines Jahres das sechste Lebensjahr vollendet haben, besuchten auch Mädchen und Jungen nach ihrem sechsten Geburtstag Kitas. Darüber hinaus könnten im Zuge der inklusiven Betreuung von Kindern mit Förderbedarf in einem „Regelkindergarten“ Plätze nicht belegt werden, um der Betreuung der Förderkinder gerecht zu werden. Planerisch brauche es eine Versorgungsquote von über 100 Prozent, um den Mehrbedarf zu decken.

Gibt es genug Kita-Personal?

Wie viele Familien stehen derzeit auf Kita-Wartelisten? Laut Jugendamt ist zwischen allen Kita-Trägern ein koordiniertes Anmeldeverfahren vereinbart, das für das nächste Kindergartenjahr noch nicht abgeschlossen ist. Erfahrungsgemäß komme es bis August zu Veränderungen der Belegung. Eltern, die bis Anfang März keine Zusage auf einen Platz erhalten haben, sollten sich vom Familienbüro der Stadt (02 28/77 40 70) beraten und unterstützen lassen.

Wo will die Stadt neue Kita- und Tagespflegeplätze schaffen?Über die bereits im Bau befindlichen neuen Einrichtungen hinaus sind laut Jugendamt aktuell an 18 Standorten neue Kitas in allen vier Stadtbezirken geplant. Die Zahl der neuen Plätze könne derzeit wegen variierender Gruppenkonstellationen noch nicht beziffert werden. In den meisten Fällen werde es sich aber um mindestens viergruppige Kitas handeln. Die Gruppengröße variiere je nach Alter zwischen zehn und maximal 25 Kindern. Auch in der Tagespflege sei ein weiterer Ausbau geplant. Da es sich hier aber überwiegend um private Pflegepersonen handele, seien die Standorte und die weitere Entwicklung nur bedingt plan- und steuerbar.

Gibt es genug Kita-Personal für den Ausbau?Laut Verwaltung ist es seit geraumer Zeit für alle Trägergruppen immer schwieriger, Fachkräfte zu gewinnen, weil der Bedarf das Angebot übersteige. Bisher sei es der Stadt aber gelungen, den Betrieb ihrer Einrichtungen aufrechtzuerhalten. Sowohl auf örtlicher als auch auf Landesebene engagiere man sich in Gremien, um Lösungen für den erhöhten Fachkräftebedarf zu finden.

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