Bonn: Auerberger Mitte an der Pariser Straße soll aufgewertet werden

Platz an der Pariser Straße : Auerberger Mitte soll umgestaltet werden

Dass die Auerberger Mitte an der Pariser Straße aufgewertet werden sollte, darin sind sich die Politik und die Bevölkerung einig. Bis zu einer tatsächlichen Umgestaltung könnte es aber noch eine Weile dauern.

Als „Fehler“ bewertet die Bonner Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe-Reiners (Grüne) im Nachhinein die Gestaltung der Auerberger Mitte an der Pariser Straße. „Wir wollten keine Angsträume. Es sollte nicht dunkel und verwinkelt sein. Müll sollte sich dort nicht sammeln können, damit keinesfalls der Eindruck von Verwahrlosung entsteht“, sagt sie in der jüngsten Sitzung der Bonner Bezirksvertretung (BV). „In der Konsequenz wirkt der Platz wie Tabula rasa, kalt und abweisend.“ Darin ist sich die Politik einig; ganz zu schweigen von der Meinung in der Bevölkerung dazu. Allerdings ziehen sich die Planungen, wie die Auerberger Mitte aufgewertet werden kann, seit Jahren hin.

Um die Sache zu beschleunigen, haben die Grünen wie auch die CDU einen Antrag in die BV eingebracht. Beiden geht es darum, in einem Werkstattverfahren, das die Verwaltung eigentlich schon für Mitte des Jahres angekündigt hatte, Ideen zur Platzgestaltung zu sammeln, in ein Konzept zu fassen  und „unverzüglich“  vorzulegen.

Wie die Verwaltung berichtet, sind Mitarbeiter des Planungsamtes in andere Projekte eingebunden, sodass eine kurzfristige Vorbereitung nicht möglich ist. Ein Termin für das Werkstattverfahren, koordiniert vom Amt für Soziales und Wohnen und begleitet vom Quartiersmanagement, soll  bis Juli 2020 stehen. Mit Unterstützung von Fachexperten sollen die Auerberger Bürger Ziele, Ideen und Szenarien für Gestaltung und Nutzung der Platzfläche bündeln. Zudem soll ein unverwechselbares Symbol für den Stadtteil entwickelt werden. Für das Beteiligungsverfahren sind 30 000 Euro im städtischen Haushalt eingeplant.

Für die Möblierung des Platzes liegen Ideen aus der Bevölkerung vor, die im Auftrag der Grünen von der Verwaltung geprüft wurden.  Gewünscht ist eine Entsiegelung. Im Sommer hatte sich herausgestellt, dass sich der Platz aufheizt. Die Auswahl von Bäumen als Schattenspender muss laut Verwaltung standortgerecht sein, damit sie auch Trockenheit vertragen. Pflanzen in Kübeln kämen eher nicht in Frage, weil sie regelmäßig gegossen werden müssen. Als Übergangslösung sollen in den nächsten Wochen Bänke aufgestellt werden. Ob  auf dem Platz auch Sportflächen angelegt werden, will die Verwaltung prüfen. Für Spielgeräte soll ein Konzept erarbeitet werden. „Denn eine Schaukel ist noch keine Belebung des Platzes“, erklärte Kerstin Hemminger aus dem Stadtplanungsamt. Auch die mögliche Lärmbelästigung für Anwohner in ein Gestaltungskonzept sollte einbezogen werden, mahnte der CDU-Bezirksverordnete Wolfgang Maiwaldt.

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