Erster Werktag nach der Sperrung: Blechlawine vor der Nordbrücke

Erster Werktag nach der Sperrung : Blechlawine vor der Nordbrücke

Zu langen Staus ist es am Montag auf der A565 im Zuge der Großbaustelle auf der Friedrich-Ebert-Brücke (Nordbrücke) sowie vor allem auf der B 56 rechtsrheinisch gekommen. Trotzdem zeigten sich Autobahnpolizei, Polizei und Feuerwehr relativ entspannt.

[kein Linktext vorhanden]"Keine besonderen Vorkommnisse" hieß es am Montagabend übereinstimmend aus den Leitstellen in Bonn und in Köln. Unfälle habe es nur im üblichen Rahmen gegeben - alle mit glimpflichem Ausgang. Auch die Stadtwerke Bonn (SWB) waren mit ihrem Bus- und Bahnbetrieb am ersten Werktag nach Einrichtung der Baustelle auf der Nordbrücke zufrieden. Erst am Abend hätten einige Busse durch lange Rückstaus erhebliche Verspätungen eingefahren. "Es gab trotz Ferienbeginns ein deutlich höheres Fahrgastaufkommen", sagte SWB-Sprecher Werner Schui.

Doch die SWB hätten alles gut im Griff gehabt. Nicht zuletzt auch dank der 15 zusätzlichen Mitarbeiter in der Leitstelle. Ob die vorsorgliche Umleitung des Flughafenbusses über die A555 und A4 zum Flughafen Köln/Bonn in Wahn überhaupt Sinn macht, werde man noch beobachten. Denn auch auf der A 555 bildeten sich in Richtung Köln zeitweise lange Staus, teilte Schui mit.

Die Feuerwehr hatte aus ihrer Sicht keine besonderen Vorfälle zu melden. Wegen eines gegen 18.30 Uhr liegengebliebenen Autos in Höhe Auerberg kam es am Abend jedoch noch zu erheblichem Rückstau. Ein Unfall mit drei Verletzten auf der A59 gegen 20 Uhr führte überdies zu einer einstündigen Sperrung des Zubringers auf die A565. Weniger entspannt als die Profis sahen Autofahrer die Verkehrslage, wie zahlreiche Leser dem General-Anzeiger per E-Mail und Telefon mitteilten. Hermann Tengler, Wirtschaftsförderer des Rhein-Sieg-Kreises, nennt im Interview die Verkehrssituation "das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung der Region".

[kein Linktext vorhanden]Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis seien in den vergangenen 25 Jahren um 100.000 Einwohner gewachsen, es seien mehr als 25 000 Betriebe hinzugekommen, entsprechend sei der Verkehr gewachsen. "Der Ausbau des Straßennetzes hat nicht in dem Maße Schritt gehalten, das gilt insbesondere für die Ost-West-Verbindung. Für dieses politische Unterlassen werden wir jetzt bestraft."

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