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Beuel: 39-Jähriger steht nach Tötungsdelikt unter Tatverdacht

Mann in Beuel getötet : 39-Jähriger steht nach Tötungsdelikt unter Tatverdacht

In Bonn-Beuel ist am Dienstagabend ein Mann angegriffen und getötet worden. Eine Mordkommission ermittelt. Unter Tatverdacht steht ein 39-jähriger Mann.

Es ist eine ruhige Gegend im Beueler Ortsteil Vilich, in der sich am Dienstagabend eine Bluttat ereignet hat. In einer Wohnung an der Schevastestraße wurde ein Mann angegriffen und getötet. Nach GA-Informationen soll es sich um einen 32-jährigen Polen handeln. Noch am selben Abend hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Es handelt sich um einen 39-Jährigen, der in der Tatort-Wohnung lebt. Auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft wurde der Mann, bei dem es sich nach GA-Informationen ebenfalls um einen Polen handeln soll, dem Haftrichter vorgeführt. Dieser schickte den Verdächtigen am Mittwochnachmittag wegen Totschlags in Untersuchungshaft.

Nach Auskunft der Polizei wurden die Beamten am Dienstag gegen 17.35 Uhr alarmiert. Nachbarn hatten Hilferufe und laute Geräusche aus der Wohnung wahrgenommen, die sich in einem Mehrfamilienhaus an der Schevastestraße befindet. Die Feuerwehr öffnete die Eingangstür, in den Räumen fanden die Ermittler das sehr schwer verletzte Opfer. Die Einsatzkräfte versuchten sofort, den Mann zu reanimieren – jedoch vergeblich. Der 32-Jährige erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. Diese sollen ihm nach GA-Informationen, mit einem Messer zugefügt worden sein. Dazu allerdings wollten sich Staatsanwaltschaft und Polizei nicht äußern. Ein weiterer Mann war, so die ersten Erkenntnisse der Polizei, vom Tatort geflohen. Nach einem Zeugenhinweis allerdings konnten die Ermittler den 39-Jährigen gegen 22.15 Uhr vorläufig festnehmen. Der Verdächtige hat sich bisher nicht geäußert. So ist nach wie vor unklar, wie es zu der tödlichen Auseinandersetzung kam.

Das herauszufinden ist Gegenstand der Ermittlungen, die noch in der Nacht zu Mittwoch von einer Mordkommission der Bonner Polizei unter Leitung von Michael Brück in enger Abstimmung mit Oberstaatsanwältin Claudia Heitmann übernommen wurden.

In der Nachbarschaft, die von Reihenhäusern und kleinen Mehrfamilienhäusern geprägt ist, war das Geschehen am Mittwoch Gesprächsthema. So soll der 39-Jährige seit rund neun Monaten in der Wohnung leben, und zwar allein. Kontakt zu den übrigen Hausbewohnern hatte er wohl nicht. Allerdings, so hieß es, habe es häufig Halligalli und lautes Gegröle in der Wohnung gegeben, sodass sich einige Nachbarn bereits mehrfach wegen Ruhestörungen beschwert haben sollen.