Anwohner sorgt sich um Bach: "Bestialischer" Güllegestank über Bonn-Ippendorf

Anwohner sorgt sich um Bach : "Bestialischer" Güllegestank über Bonn-Ippendorf

Drei schwere Lastwagen aus den Niederlanden haben am Freitagmorgen Gülle an einen Acker unterhalb von Ippendorf angeliefert. Ein Anwohner sorgt sich nun um den nahe liegenden Bach. Zu unrecht, wie die Landwirtschaftskammer mitteilt.

Auf seinem Weg zur Arbeit sind Guido Schiffer am Freitag gegen 7.35 Uhr drei 40-Tonner aus den Niederlanden aufgefallen. Weniger deshalb, weil sie auf einem Feld am Ippendorfer Weg standen, sondern „weil es bestialisch stank“, so der Ippendorfer.

Er wunderte sich über die Gülleanlieferung, zumal doch der Katzenlochbach (im weiteren Verlauf Lengsdorfer Bach) nicht weit entfernt fließe. Das Feld sei frisch umgepflügt gewesen, kein Landwirt weit und breit zu sehen.

„Gülle ist ein Wirtschaftsdünger, der als Nährstoffquelle für landwirtschaftliche Flächen genutzt werden kann“, teilt Andrea Schulte vom Presseamt der Verwaltung mit. Das städtische Umweltamt stellt klar, dass es ein Wasserschutzgebiet Katzenlochbach nicht gebe.

„Die Verwendung und der Auftrag unterliegen Regelungen, die unter anderem in der Düngeverordnung aufgeführt sind“, so Schulte und verweist in dem Zusammenhang auf die Landwirtschaftskammer NRW.

Deren stellvertretender Geschäftsführer der für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis zuständigen Kreisstelle, Werner Muss, erklärt die Vorschriften: Demnach seien Abstände zu fließenden Gewässern einzuhalten.

Die betrügen aber je nach Ausbringungstechnik der Gülle nur zwischen einem und vier Metern. Der Katzenlochbach ist an besagter Stelle mehrere hundert Meter entfernt. Ansonsten sei derzeit während der Vegetationsphase das Düngen erlaubt. „Die Leute haben immer das Problem mit dem Gestank“, sagt Muss. Der entstehe aber meist nur beim Umpumpen.

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