Kunstmuseum Bonn: Beim Ferienworkshop werden die Kinder kreativ

Kunstmuseum Bonn : Beim Ferienworkshop werden die Kinder kreativ

"Was ist eigentlich ein Meister im Kunstbetrieb?" Diese Frage stellt die Kunstpädagogin Wulpekula Schneider den jungen Teilnehmern zu Beginn der viertägigen Kunstwerkstatt im Kunstmuseum Bonn. Denn der vierte Durchlauf der Museumstage zu Ostern steht unter dem Motto: "Abgeschaut von den Meistern".

In den nächsten Tagen werden die Kinder die Werke der Geübten und Berühmten besuchen und unter Anleitung genauer unter die Lupe nehmen. Und natürlich werden sie selbst künstlerisch aktiv.

In vielfältiger und spielerischer Weise führen Kunstpädagoginnen die Kinder und Jugendlichen an Grundsätzen und Feinheiten der Porträtmalerei heran. Und jeder Teilnehmer wird ein eigenes Porträt auf Leinwand erstellen. Am kommenden Freitag, dem letzten Tag der Osterferienwerkstatt, bekommen die jungen Künstler dann die Gelegenheit, ihre kleinen Meisterwerke den Eltern zu präsentieren.

Neben dem kreativen Schwerpunkt des Workshops legen Veranstalter und Pädagoginnen großen Wert auf den Aspekt der Inklusion. Durch die Kooperation mit dem Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Bonn und mit Unterstützung des Bonner Sozialamts wird dies möglich gemacht.

Katrin Stangl, pensionierte Sonderpädagogin und Kunstlehrerin, erläutert, wie sich die Gruppe aus Kindern mit und ohne Behinderung zusammenfindet: "Am ersten Nachmittag lassen wir die Kinder, die zum Beispiel im Rollstuhl sitzen, von sich erzählen, wie sie leben und warum manches bei ihnen anders ist.

Danach sind die anderen Kinder oft sehr neugierig, wollen gerne beim Rollischieben helfen und haben viele Fragen", sagt sie. So lernen die Kinder nicht nur in künstlerischer Hinsicht verschiedene Perspektiven kennen, sondern entdecken auch ihre unterschiedlichen Lebenswelten. Eine wichtige Voraussetzung ist auch, dass alle Ausstellungen des Kunstmuseums Bonn barrierefrei sind.

Mehr zum Museum auf www.kunstmuseum-bonn.de.

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